Klaus Dörr soll für die Bestattung seiner Mutter 3500 Euro an die Stadt Stuttgart bezahlen. Das widerspricht ganz vehement dem Gerechtigkeitsempfinden des 58-Jährigen, der Fußball-Schiedsrichter, freier Dozent für Religion und Ethik und Mitarbeiter der Paulinenpflege ist. Denn seine Mutter hat ihn gleich nach seiner Geburt in ein Heim gegeben. Er wuchs in einer Pflegefamilie auf. Wenn sie ihn alle 14 Tage traf, nahm sie ihn mit zu einer Kneipentour. Übernachtete er bei ihr, war sie auch