Winnenden

Kleines Baugebiet in Breuningsweiler geplant

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Symbolbild. © ZVW/Danny Galm

Winnenden-Breuningsweiler. Das frühere Café Käfer, seit längerer Zeit geschlossen, ist verkauft. Das Grundstück an der Ortsdurchfahrt von Breuningsweiler gehört jetzt einem Investor, der Mühletal-Liegenschaften AG mit Sitz in der Schweiz. Genauso wie das Grundstück direkt unterhalb und ein weiteres, kleines, am Feldweg Brunnwengert. Für eine künftige Bebauung der zweiten Reihe schließt die Stadt mit dem Investor einen Vertrag.

Hintergrund des Vertrags ist, dass alle Kosten, die für die Erstellung eines Bebauungsplans durch die Stadt notwendig sind, vom Investor übernommen werden. Zu den Planungskosten muss die Firma Gutacher- und Vermessungskosten, Artenschutz und Altlastenentsorgung sowie den Bau von privaten Stichstraßen bezahlen.

Sechs bis sieben Häuser wären denkbar

Ein Bebauungsplan muss schon deshalb gemacht werden, weil die Grundstücke unterhalb der Häuser am Ortseingang Breuningsweiler, am Feldweg Brunnwengertweg, formal Außenbereich sind. Unterhalb des Feldwegs schließen sich Weinberge an.

„Es geht jetzt noch nicht um die konkrete Planung, sondern um die Kostenübernahme“, sagte Stadtentwicklungsamtsleiter Markus Schlecht zu den Gemeinderäten, die am Ende einhellig zustimmten. Gleichwohl lag dem Vertrag ein städtebaulicher Entwurf bei, in dem der Investor darlegt, was in dem kleinen Gebiet denkbar wäre – sechs bis sieben Häuser mit bis zu 20 Wohneinheiten.

Drei Stichstraßen in Planung

Unterhalb der Häuser Haselsteinstraße 51 und 49 könnten zwei neue Häuser entstehen, entweder ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung oder ein Doppelhaus. An Haus 49 könnte ein Haus angebaut werden. Erschlossen werden die dann vier Häuser von einer neuen Stichstraße. Schon im Vorfeld bittet die Stadt darum, diese so flächenschonend wie möglich zu gestalten.

Anstelle der früheren Gaststätte Käfer soll ein großes Mehrfamilienhaus gebaut werden, für vier bis sechs Familien, über einer Tiefgarage. Darunter, denkt der Investor, sei Platz für ein Mehrfamilienhaus oder Reihenhäuser. Sie erhalten eine zweite Stichstraße.

Die dritte Stichstraße von der Haselsteinstraße aus erschließt die bestehenden Gebäude 43 und 39 sowie zwei Neubauten.

Brunnwengertweg bleibt Feldweg

Stadtrat Andreas Herfurth (SPD) wohnt selbst in Breuningsweiler, freut sich, dass sich an der Ecke „etwas tut“, vor allem die frühere Gaststätte „sieht entsprechend aus“. Er weiß, dass die Stadt bereits Gespräche mit allen Grundstücksbesitzern geführt hat, plädierte aber doch dafür, den Brunnwengertweg zur öffentlichen Erschließungsstraße auszubauen. „Ich will da keine Autobahn. Aber ich sehe auf der Haselsteinstraße Gefahren beim Ausfahren. Dort ist abends und morgens jetzt schon einiges los.“

Markus Schlecht erklärte, dass die Anlieger des Brunnwengertwegs nicht an einer öffentlichen Straße interessiert seien. Einige, die weiter hinten wohnen, sind über den Feldweg bereits erschlossen, haben ihre Zufahrten vor vielen Jahren privat bezahlt. „Ihre Reaktion war, dass sich die Stadt das vorher hätte überlegen sollen.“ Nun sei niemand bereit, Teile seines Grundstücks zu verkaufen und dann noch Erschließungsbeitrag für den Bau einer Straße zu bezahlen. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sieht das nicht kritisch. „Die Feuerwehr fährt im Ernstfall über den Feldweg zu den Häusern.“