Winnenden

Kreis baut weitere Asylheime und schafft mehr Platz für Flüchtlinge in Winnenden

Fluechtlingsheim
Die Flüchtlingsunterkunft an der Albertviller Straße. © Gaby Schneider

Bereits im vergangenen Jahr war die Tendenz abzulesen, dass wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen und damit auch in den Rems-Murr-Kreis. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation kurzfristig weiter verschärft.

Zweigeschossig mit je 13 Zimmern

Für die Unterbringung geflüchteter Menschen in Gemeinschaftsunterkünften ist zunächst der Landkreis verantwortlich. Da es dort inzwischen reichlich Bedarf gibt, hat dieser der Stadt Winnenden den Mietvertrag der Unterkunft an der Albertviller Straße gekündigt. Die Stadt kommt somit in Zugzwang, schließlich sind die Kommunen nach zwei Jahren für die Anschlussunterbringung der Geflüchteten verantwortlich.

Weil der Wohnraum knapp ist, plant die Stadt nun mit einer provisorischen Unterkunft in Containerbauweise auf demselben Gelände, in die Baulücke in Richtung Haselsteinschule. „Das Bauvorhaben ist befristet auf fünf Jahre beantragt“, heißt es dazu in der Vorlage zur jüngsten Sitzung des technischen Ausschusses.

Die Unterkunft dient der Unterbringung von maximal 60 Personen. „Die zweigeschossige Unterkunft hat auf jeder Etage 13 Zimmer“, erklärte Viktoria Schnaitmann, die für Baurechtsangelegenheiten zuständig ist, in der Sitzung. Zudem sind auf jeder Etage eine Küche und zwei Sanitärräume geplant.

Landkreis wartet auf den Interimsbau

„Die Kreisbau hat unseren Vertrag gekündigt, da sie die Plätze für ihre eigenen Zwecke benötigt. Durch die Situation in der Ukraine sind sie dazu gezwungen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Haas auf Nachfrage von FDP-Rat Diethard Fohr. Deshalb habe man sich Lagepläne angeschaut und sei schließlich auf diese Idee gekommen.

Eine Option sei zudem, dass man in der Interimsunterkunft dem Landkreis Plätze zur Verfügung stellt, falls nötig. Haas sagte, dass ein „wechselndes System“ möglich sei. Zunächst sollen aber die Personen untergebracht werden, für die die Stadt zuständig ist. Auf Nachfrage von ALi-Rat Martin Oßwald-Parlow versicherte Haas, dass man mit dem Landkreis eine Art Deal abgeschlossen habe. „Wir dürfen die Geflüchteten so lange in der jetzigen Unterkunft lassen, bis die Interimsunterkunft steht.“ Haas hoffte, dass noch im ersten Halbjahr „alles rutschen kann“. Die Räte haben dem Vorhaben ihr Einvernehmen erteilt.

Bereits im vergangenen Jahr war die Tendenz abzulesen, dass wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen und damit auch in den Rems-Murr-Kreis. Durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Situation kurzfristig weiter verschärft.

Zweigeschossig mit je 13 Zimmern

Für die Unterbringung geflüchteter Menschen in Gemeinschaftsunterkünften ist zunächst der Landkreis verantwortlich. Da es dort inzwischen reichlich Bedarf gibt, hat dieser der Stadt Winnenden den Mietvertrag der

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