Winnenden

Lessing-Gymnasium Winnenden: In den sanierten Räumen ist noch nicht alles fertig

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Schulleben
Lehrer Markus Hallstein mit Schülern im sanierten Hauptbau des Lessing-Gymnasiums. Fotos: Palmizi © Alexandra Palmizi
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Feine Sache, findet Schulleiter Jörg Steinl: Die Schulband probt im SMV-Raum. © Alexandra Palmizi

Die erste Schulwoche nach den Weihnachtsferien ist für die Fünft-, Sechst-, Siebt- und Zwölftklässler des Lessing-Gymnasiums eine ganze besondere. Nicht nur, dass sie froh sind, ihre Mitschüler und Lehrer in echt wiederzusehen, weil der Präsenzunterricht aufrechterhalten wird. Sondern weil sie nun die generalsanierten Klassenzimmer bezogen haben.

Stippvisite im Erdkunde-Unterricht. „Gefällt es euch?“, fragt Schulleiter Jörg Steinl, und sofort ertönt ein vielstimmiges „Jaaaa!“ Auffallend ist der klare Klang, kein Hall, nichts Unangenehmes. Die Akustik findet Steinl „sensationell“. Zu den Schülern sagt er: „Die neuen Tische sind nun etwas kleiner“, worauf ein Mädchen sagt: „Aber sehr sauber!“ Die Schule hat in Absprache mit dem Stadtbauamt ein Standardmodell gewählt, das man zusammenklicken, aber auch stapeln kann. „Uns war auch wichtig, dass sie leicht sind, denn auch im Gymnasium gibt es ihn noch, den Stuhlkreis“, sagt Jörg Steinl gut gelaunt.

Digitale Tafeln noch ohne Internet

Dass noch längst nicht alles perfekt ist im Hauptbau, dessen Sanierung im Sommer 2019 begonnen hat, stört den Schulleiter überhaupt nicht. „Der Umzug mit unseren 300 bis 400 Kisten war direkt vor Weihnachten. Es ist klar, dass die Handwerker danach Urlaub hatten oder wegen Lieferproblemen nicht alles bis zum Schulbeginn fertig machen konnten, wir haben Verständnis füreinander und machen weder Stress noch Druck.“ So haben zum Beispiel auch die digitalen Tafeln noch keine Internetanbindung, hier und da fehlen noch Kabel. Unterricht ist dennoch möglich.

„Auch unsere CO²-Melder, die wir schon im alten Teil des Hauptbaus installiert hatten, werden wieder angebracht“, sagt Jörg Steinl, „sie sind einfach praktisch, weil der Lehrer nicht dauernd die Stoppuhr stellen muss und die Schüler selbstständig die Fenster öffnen, wenn das Lämpchen auf Rot springt.“ Zudem haben die neuen Fenster schmale Elemente, die beim Lüften helfen. Mehr braucht das Lessing-Gymnasium auch in Corona-Zeiten nicht, um zufrieden zu sein.

Endlich sind die Räume warm

„Insgesamt fühlen wir uns in dieser freundlichen, hellen und wertigen Umgebung wohl. Und endlich sind die Räume warm“, sagt Steinl. Die Lessing-Schüler haben grundsätzlich im Winter gefroren, nicht wegen der vielen Lüftaktionen, sondern schon früher, wegen der zugigen Fenster.

Mehr Farbe durch individuelle Kunstwerke wird auch noch Einzug halten, wenn die Bilderrahmenleisten angebracht sind. Eins nach dem anderen.

Eine kleine Einschränkung gibt es noch für ein gewisses Bedürfnis, das jeder im Lauf des Schultags mal hat: Die Toiletten befinden sich in Sanitärcontainern neben dem vorübergehenden Haupteingang auf der Gebäuderückseite. Doch darin befinden sich ganz normale WCs, Urinale und Waschbecken. „Vom ,Charme’ her sind sie deutlich besser als unsere alten Toiletten“, sagt Jörg Steinl. Diese befinden sich in der anderen Hälfte des Schulgebäudes, das nun in den nächsten zwei Jahren saniert wird.

„Ich bin froh, dass die Stadt beschlossen hat, das Gebäude zu behalten. Es ist absolut funktional und hat viel Tageslicht, nicht zuletzt durch die drei Innenhöfe. So würde man heute nicht mehr bauen.“ Dazu kommt die ausgesprochen gute Zusammenarbeit mit Susanne Liebrich vom Stadtbauamt. „Die Schule stieß mit allen Wünschen auf offene Ohren. Da erleben meine Kollegen in Stuttgart überwiegend anderes. Sie müssen nehmen, was sie kriegen.“

Mehr Platz für Schüler in der Mittagspause

Ursprünglich haben sich zwei Schulen in einem Gebäude befunden. Dadurch war schon immer viel Bewegung, viel Veränderung im Gebäude. Doch die Robert-Boehringer-Schule ist mit der Ludwig-Uhland-Schule Schwaikheim verschmolzen, so dass das Lessing-Gymnasium nun das komplette Gebäude allein nutzt. „Dadurch gewinnen wir vor allem Aufenthaltsräume für unsere Schüler neu dazu, einmal zum Chillen, einmal zum in Ruhe arbeiten, aber auch für die SMV, die Schulsozialarbeit und einen Probenraum für die Schulband“, ist Jörg Steinl sehr froh.

Froh über den Weg zur Außenstelle

Zwei Jahre lang wird das Lessing-Gymnasium nun noch eine räumlich getrennte Schule sein. Die Klassen acht bis 11 sind in der Außenstelle auf dem Hartplatz hinter dem Stadion. „Weil es für die Zwölfer das letzte Schuljahr ist und wir hier etwas mehr Platz haben, sind sie auch im renovierten Hauptbau“, erläutert Steinl. Außerdem erhalten alle Schüler ihren Fachunterricht in Chemie und in Musik hier. „Aber seit Corona herrscht, sind die anfänglichen Bedenken über den Weg zwischen Hauptbau und Außenstelle weg. Wir Lehrer sind richtiggehend froh darüber, dass wir ein paar Schritte ohne Maske laufen können.“

Die erste Schulwoche nach den Weihnachtsferien ist für die Fünft-, Sechst-, Siebt- und Zwölftklässler des Lessing-Gymnasiums eine ganze besondere. Nicht nur, dass sie froh sind, ihre Mitschüler und Lehrer in echt wiederzusehen, weil der Präsenzunterricht aufrechterhalten wird. Sondern weil sie nun die generalsanierten Klassenzimmer bezogen haben.

Stippvisite im Erdkunde-Unterricht. „Gefällt es euch?“, fragt Schulleiter Jörg Steinl, und sofort ertönt ein vielstimmiges „Jaaaa!“

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