Winnenden

Malteser kaufen neuen Krankenwagen und sind damit im Rems-Murr-Kreis unterwegs

Krankentransporter
Bezirksreferentin Annette Traub und der Kreisbeauftragte der Malteser im Rems-Murr-Kreis, Florian Hambach, am neuen Krankentransportwagen vor der Wache in Hanweiler. © Dietrich Hub

Der neue Krankentransportwagen der Malteser im Rems-Murr-Kreis kommt bei Sanitätsdiensten, bei Großschadenslagen und beim sogenannten „Massenanfall an Verletzten“ zum Einsatz. Der neue Krankentransportwagen ist somit kein Fahrzeug des „normalen“ Rettungsdienstes. Jeweils am Samstag aber verstärken die ehrenamtlichen Malteser damit auch den regulären Krankentransport. Bei außergewöhnlichen Notfällen, zum Beispiel einem Flugzeugabsturz über bewohntem Gebiet, käme der normale Rettungsdienst an seine Grenzen. Dann würde von der Rettungsleitstelle unter anderem auch dieser Krankentransportwagen zur Unglücksstelle beordert werden. Besetzt würde er dann von der Schnelleinsatzgruppe der Malteser. Diese Ehrenamtlichen sind Tag und Nacht über ihren Piepser alarmierbar. 

Mit Ausstattung hat der neue Krankentransportwagen auf der Basis eines Mercedes Sprinters etwa 110 000 Euro gekostet. „Dieses Geld haben wir in den letzten fünf Jahren erwirtschaftet“, erklärt Florian Hambach, Leiter der Kreisgliederung Rems-Murr des Malteser Hilfsdienstes. Ausgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Strobel in Aalen. Dies ist räumlich gesehen die nächste Firma, die Rettungsfahrzeuge herstellt. Stationiert ist der motorisierte Neuzugang in Winnenden-Hanweiler.

Mit der Leitstelle kann sich das Auto direkt verbinden

Von außen kann man einen Krankentransportwagen nicht von einem Rettungstransportwagen unterscheiden. Üblicherweise wird deshalb auch einfach von „Krankenwagen“ gesprochen. Ein Rettungstransportwagen hat noch mehr medizinische Ausrüstung dabei, wie zum Beispiel auch ein EKG-Gerät. Im Krankentransportwagen steht neben der tragbaren Liege auch ein Tragestuhl. Darin werden Patienten transportiert, die gehfähig sind.

Der neue Krankentransportwagen der Malteser ist auf dem technisch aktuellen Stand. So wird die Adresse des Einsatzortes von der Rettungsleitstelle direkt aufs Navi des Fahrzeuges übertragen. Notizblock und Bleistift haben ausgedient. Mittels GPS-Sender sieht die Leitstelle auf ihren digitalen Landkarten auch, wo sich der Krankentransportwagen gerade befindet.