Winnenden

"Mariposa" in Winnenden geplant: Wann das Einrichtungs- und Deko-Geschäft eröffnen soll

Baustelle: Natalija Nazor in ihrem zukünftigen Mariposa-Laden in der Bengelstr. 12, Winnenden, 18.11.2022.
Noch ist der zukünftige Mariposa-Laden in der Bengelstraße eine große Baustelle. Natalija Nazor will den altehrwürdigen Charme des Gebäudes erhalten, ihr Mann, ein Bauunternehmer, organisiert die Sanierung. © Benjamin Beytekin

Gute Nachrichten für alle Fans von „Mariposa“: Bald soll es auch in Winnenden einen dieser schnuckeligen Läden geben, die sich in Waiblingen und Schorndorf bereits großer Beliebtheit erfreuen. Gründerin Natalija Nazor (50) aus Korb will im Sommer 2023 die dritte Mariposa-Zweigstelle in einem schon länger leerstehenden Ladengeschäft in der Bengelstraße eröffnen. Ihr Mann Jürgen Nazor, ein Bauunternehmer, hat das Haus gekauft und wird es mit seiner Firma kernsanieren. Im ersten und zweiten Stock entstehen neun neue Mietwohnungen.

Einrichtung, Dekoration, Schmuck, Geschirr ...

Bei Mariposa gibt es allerlei Einrichtungsgegenstände, Deko-Artikel, Schmuck, Geschirr, kleine Geschenke und Mitbringsel zu kaufen. Kerzen brennen, aus den Lautsprechern dudeln französische Chansons. Die (überwiegend weibliche) Kundschaft betritt den Laden ohne konkreten Bedarf und verlässt ihn mit einer neuen Tasse, einer hübschen Figur, wohlduftender Seife ...

Die Meinungen zu Mariposa gehen auseinander: „Der schönste Laden Schorndorfs“, schwärmt die eine Kollegin, ein Geschäft voll mit überwiegend unnötigem „Krimskrams“ nimmt die nächste wahr.

Fakt ist: Natalija Nazor hat sich mit „Mariposa“ einen Namen gemacht. Die gebürtige Kroatin kam mit 16 Jahren nach Deutschland, gründete später eine Reinigungsfirma, die sie zwölf Jahre lang führte, ehe sie einen großen Auftrag an überregionale Konkurrenz verlor und sich neu orientierte. „So etwas wie die Firma Mack in Fellbach“ wollte sie machen, ihr Mann, der Bauunternehmer, unterstützte sie.

Natalija Nazor stieß auf eine kleine Scheune in der Innenstadt von Waiblingen, „ohne Strom, ohne Wasser, ohne Gas“, baute sie komplett um und eröffnete 2011 ihren ersten „Mariposa“-Laden. 2014 folgte der zweite Laden, dieses Mal in Schorndorf, „ein Betonbunker“, erinnert sich die 50-Jährige. Auch dieser wurde saniert, liebevoll umgestaltet, eingerichtet. Sieben Mitarbeiterinnen beschäftigt Natalija Nazor aktuell in den beiden Läden und einen Mitarbeiter, ihren Bruder Mario. 

Jetzt also Winnenden. In dem Geschäft in der Bengelstraße gab es bis vor ein paar Jahren einen Bäcker im Erdgeschoss. Die zwei Geschosse darüber sind Wohnraum. Mit seiner Firma Wertplus hat Jürgen Nazor das ganze Objekt gekauft, entkernt und saniert es jetzt von Grund auf. Alte Balken sind freigelegt, große Fenster mit Holzrahmen gesichert – der Plan lautet, den Charme des Gebäudes zu erhalten. In den beiden Stockwerken entstehen neun kleine Mietwohnungen, geeignet für Singles oder Pärchen, unten wird sich Natalija Nazor einrichten.

80, 90 Quadratmeter groß und „ein bisschen verwinkelt“

Auf 80 bis 90 Quadratmetern wird sie ihre Ware verkaufen. „Es ist ein bisschen verwinkelt, aber das mögen die Kunden. Da fühlt man sich nicht so beobachtet und hat seine Ruhe. Es ist kuschelig, die Kerzen brennen ...“ – Natalija Nazor führt durch die Baustelle und stellt sich vor, wie es hier einmal sein wird.

Auf die Frage, warum sie überhaupt einen dritten Laden eröffnen wird, argumentiert die Unternehmerin mit den geringen Margen. Kundinnen und Kunden kaufen bei Mariposa überwiegend Kleinigkeiten ein, aktuell zum Beispiel Schmuckstücke für den Adventskalender. Heißt: Erst in der Masse lohnt sich das Geschäft auch finanziell. Ob sie sich von Corona, Energiekosten, Inflation und Co. nicht abschrecken lässt? Natalija Nazor antwortet: „Es ist nicht so, dass ich keine Angst habe und sage: An mir geht das vorbei. Aber es bringt ja auch nichts, stehenzubleiben und gar nichts zu machen. Ich bin mutig und wage den Schritt. Ich habe das auch 2011 gewagt, ohne zu wissen, wo mich die Reise hinführt.“

Das Weihnachtsgeschäft 2023 in Winnenden würde sie gerne mitnehmen, es sind die wichtigsten Monate im Jahr. Den Einzug in der Bengelstraße plant sie also im kommenden Sommer. Bis hier die Kerzen brennen und Chansons gespielt werden, gibt es noch einiges zu tun für Natalija Nazor.

Gute Nachrichten für alle Fans von „Mariposa“: Bald soll es auch in Winnenden einen dieser schnuckeligen Läden geben, die sich in Waiblingen und Schorndorf bereits großer Beliebtheit erfreuen. Gründerin Natalija Nazor (50) aus Korb will im Sommer 2023 die dritte Mariposa-Zweigstelle in einem schon länger leerstehenden Ladengeschäft in der Bengelstraße eröffnen. Ihr Mann Jürgen Nazor, ein Bauunternehmer, hat das Haus gekauft und wird es mit seiner Firma kernsanieren. Im ersten und zweiten

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