Winnenden

Mit einem Esel auf der Rennbahn

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In welche Richtung ein Esel beim Rennen läuft, entscheidet er immer noch selbst. © Gabriel Habermann
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In welche Richtung ein Esel beim Rennen läuft, entscheidet er immer noch selbst. © Gabriel Habermann

Berglen-Hößlinswart. Die von Hand geschriebenen Wegweiser entlang der Fahrstrecke nach Hößlinswart weisen darauf hin, dass ganz besondere Rennställe ihre „Geschosse“ auf die Strecke schicken. 34 Esel rennen oben im Wald um die Wette. Damit verzeichnet das elfte Eselrennen einen neuen Teilnehmerrekord.Trotz Regen kommen 1500 Besucher zur Esel-Wetzede. Der Sonnenschutzfaktor kann bei ihnen gering sein, viel wichtiger ist der Schirm, denn zum ersten Mal startet nach Auskunft von Dieter Beck vom KTSV die tierische Pfingstsonntag-Gaudi bei Regen.

Ausgelassen und locker

Die Atmosphäre ist trotzdem ausgelassen und locker. Rund um das Stadion verteilen sich Esel, Pferdewagen, Zelte zum Unterstehen und Biergarnituren für die Tribünen-Sitzplätze, auf denen das Jubeln einsetzt, sobald die Rennteilnehmer alles Mögliche tun – nur nicht das, was sie sollen: im Kreis laufen.

Es scheint so, dass sich irgendwo in ihren großen, stabilen Eselköpfen eine Art „Trotz-Schalter“ befindet. Wenn der Esel ihn umlegt, wird aus dem possierlichen Tier eine Bastion des Widerstands, dem der zweibeinige Besitzer am anderen Ende des Haltestricks nur mit Engelszungen und ein paar Tricks beikommen könne, wie Nicole Herterich aus Altenberg schildert: „Laufen und immer nach vorne schauen, nicht den Esel angucken“.

Ab und zu ein Pferdeleckerli, etwas Banane oder Karotte zustecken – auch das könne dem Lauffaulen auf die Beine helfen. Kim, die Hauseselin Jacqueline warmgelaufen hat, kennt auch ein Mittel: „Man muss ihn überzeugen, dass es Spaß macht zu laufen.“ An ihrem Esel, dem sie liebevoll über die Mähne streicht, liebt sie aber gerade, „dass sie einen Dickkopf hat“.

Mancher Esel lässt sich nur mit angezogener Handbremse führen

Cäsar, Samantha, Apollo, Benjamin, Sepple, Wuschel und die anderen zeigen sich beim Vorlauf gemächlichen Schrittes ihren Fans. Einige können es nicht erwarten, loszulegen – ihr stürmisches Temperament sorgt noch vor dem Start für viel Heiterkeit in den vierreihigen Fankurven.

Ein Esel ist flott zu Fuß unterwegs. Zwar nicht so schnell wie ein Pferd, aber bis zu 70 Stundenkilometer seien durchaus drin, erklärt Dieter Beck. Ein Esel ist aber auch ein Stimmungswechsler, der von jetzt auf nachher sämtliche Aktivitäten einstellen kann.

"Warum soll ich jetzt laufen?“

Mal hü, mal hott – beim Eselrennen sind typische Szenen dieser Mensch-Esel-Beziehung darum ein immer wieder gern gesehener Spaß: Das Tier bleibt abrupt stehen. Der Besitzer zieht reflexartig am Seil. Das Tier reckt den Kopf nach oben, doch die Beine wollen nicht. Wie mit angezogener Handbremse lässt sich der Esel über die Rennbahn führen.

„Sie sind nicht stur, sie denken sich nur: Warum soll ich jetzt laufen?“, interpretiert Nicole Herterich die Eigenheit von Jacqueline, die sie zum zehnten Mal ins Rennen schickt. Stets mit einem gütigen inneren Seufzer: „Bis sie rennt, kann es dauern, aber wenn ein Esel rennt, gibt es kein Halten mehr.“

Unberechenbare starrköpfige Paraden

Auch das zeigen einige Vierbeiner, mit denen das Temperament durchgeht und die ihren Haltern in Sachen Kondition alles abverlangen. Mit ihren unberechenbaren starrköpfigen Paraden verleihen sie dem Eselrennen die Würze, sagt Birgit Ruof aus Enzweihingen. Sie feuert ihren Esel Lasse an.

„Der ist ein richtiger Rennesel, er hat es im Blut“, erklärt sie mit triumphierendem Grinsen. Bei drei Rennen sei Lasse schon Erster geworden, nur beim Eselrennen in Hößlinswart kam er 2016 auf den zweiten Platz. „Dieses Jahr wollen wir es schaffen“, sagt ihr 13-jähriger Sohn Finn, der zusammen mit Anne, Loris und Benedikt das Rennen läuft. Sie tragen gelbe T-Shirts mit dem Aufdruck „Lasse ist einfach klasse“. Und tatsächlich: Lasse schafft es und wird Erster.

Esel Lasse ist klasse

  • Die schnellsten Esel: Als Sieger ging Esel Lasse (Finn Ruof) hervor. Den zweiten Platz belegte Jolly (Zachersmühle), den dritten Zac (Zachersmühle), Vierter wurde Apollo (Tanja Petirossi), Fünfter Hugo (Eselfreunde Steinbruck), und der sechste Platz ging an Gioberto (Lena und Ann-Kathrin Bauer).
  • Neu dabei sind Bettina Klöpfer aus Berglen mit Michel, Gine Lutz mit dem Team Dornröschen aus Urbach mit den Eseln Fritzle, Hanna und Alfonso, Horst Müller aus Alfdorf vom Team Dornhalde mit Freddy und Hanni sowie Nadja Heukeshoven von den Eselfreunden Steinbruck mit den Eseln Sofie und Hugo.
  • Zwei Vierbeiner werden in die Geschichte des Eselrennens eingehen: Sie drehten mitten im Galopp um und liefen wie Falschfahrer den anderen entgegen. Dieser Ausreißer im nervösen Teilnehmerfeld führte zum Abbruch des Laufs. Die Rennleitung ließ ihn gleich darauf wiederholen, weil entgegenkommende Tiere durch den Gegenverkehr irritiert wurden.
  • Viel Lob erhält der KTSV für den reibungslosen Ablauf. So auch von Nicole Herterich, der Besitzerin von Jacqueline: „Wir sind auf mehreren Rennen pro Jahr, aber so gut organisiert ist es nur hier.“