Winnenden

Mobilfunkmast geplant: Empfang in Breuningsweiler, Hanweiler und Schelmenholz soll besser werden

Breuningsweiler
Breuningsweiler aus der Luft gesehen. Im Waldabschnitt rechts unten auf dem Bild soll der Mobilfunkturm gebaut werden. © Habermann

Kaum zu glauben, aber wahr: Während einige Mobilfunkantennen, auch im Stadtgebiet, schon auf die derzeit schnellste Technik 5G umgerüstet sind, gibt es in Teilen von Breuningsweiler und Hanweiler nicht einmal eine der langsameren Alternativen 3G oder LTE, sondern schlichtweg: nichts. Kein Empfang mit dem Handy. Stadtentwicklungsamtsleiter Markus Schlecht kennt die Landkarte mit den Antennenstandorten, darauf seien die berühmt-berüchtigten Funklöcher „weiße Flecken“. Auch Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth weiß nur zu gut über das Problem Bescheid, wenn er zum Beispiel mal bei einem Fußballspiel in Breuningsweiler zugeguckt hat, wurde er nicht nur einmal darauf angesprochen. „Immer wieder wurde an die Stadt der Wunsch herangetragen, den Empfang zu verbessern“, berichtete er im Gemeinderat.

Nun liegt eine Anfrage der Firma DFMG Deutsche Funkturm GmbH vor. Sie würde gerne bei Breuningsweiler einen Mast errichten, an den dann die verschiedenen Mobilfunkanbieter ihre Antennen hängen und der DFMG Miete bezahlen. „Sie würden Breuningsweiler, Hanweiler, aber auch das Schelmenholz versorgen“, erläuterte Markus Schlecht.

Stadt bietet für den Turmbau ein „vorbelastetes“ Grundstück an

Die Stadt und der Technische Ausschuss des Gemeinderats hatten am Dienstagabend in der Sitzung nicht mit Ja oder Nein zu entscheiden. Gleichwohl hatte sich die Stadtverwaltung schon im Vorfeld darum bemüht, dass sie möglichst involviert bleibt: Sie bot der DFMG ein städtisches Grundstück im Wald bei Breuningsweiler an. „Es liegt in einer leichten Senke, so dass die Mastspitze mehrere Meter über dem Waldrand sichtbar wäre“, sagte Schlecht. Der Waldtrauf im Vordergrund bleibt geschlossen, die Ansicht von der Breuningsweiler Höhenstraße aus somit unverändert.

Der Standort sei durch den Verlauf einer Starkstromleitung „vorbelastet“, sagte Markus Schlecht den Gemeinderäten. Das Grundstück liegt an einem geschotterten Weg, fürs Fundament des Mastes müssten „einzelne Bäume“ gefällt werden, damit der „notwendige Arbeitsraum“ von zehn Metern entsteht.

Egal, ob die Wahl nun wirklich auf dieses städtische Grundstück fällt oder nicht, egal, dass der Gesetzgeber den Bau eines Mobilfunkturms als „privilegiertes Vorhaben“ einordnet: Die Firma muss beim Baurechtsamt des Gemeindeverwaltungsverbands einen Bauantrag stellen und sie muss die Genehmigung der höheren Forstbehörde erhalten für diese „andere Nutzungsart“ des Waldes, so Markus Schlecht in der Sitzungsvorlage.

Auch Vorgaben wie „Strahlungsrichtlinien“ (Holzwarth) muss sie einhalten. Der OB kann sich jedoch vorstellen, dass nicht jeder in Breuningsweiler nun über den besseren Handy-Empfang jubelt: „Wir denken, der Standort ist verträglich und hoffen auf Akzeptanz. Doch es kann sein, dass die Leute, die näher dran wohnen an den Antennen, Sorge haben, vielleicht eine Bürgerinitiative bilden.“ Darum wird die Bevölkerung ab 11. November auch über das Amtsblatt über das Vorhaben informiert und hat bis 22. Dezember Gelegenheit, dazu schriftlich Stellungnahmen und Hinweise abzugeben.

Stadträtin Rahel Dangel (ALi) wollte wissen, wie viele Mobilfunkstandorte es bereits im Stadtgebiet gebe, und wo. Markus Schlecht verwies auf die Internet-Karte der Bundesnetzagentur. Demnach sind es 16. Und demnach sind Hanweiler und Breuningsweiler tatsächlich weiße Flecken. Der südlichste Standort liegt bei der Forststraße im Schelmenholz. Im Wald zwischen Hanweiler und Korb sowie direkt in Buoch finden sich dann wieder Standorte.

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth sagte, die Stadt selbst sei Vermieterin von zwei Standorten, habe etliche Antennen auf dem Rathausdach sowie am 26 Meter hohen Turm bei Birkmannsweiler (Bushaltestelle Talaue, neues Wasserwerk).

Kaum zu glauben, aber wahr: Während einige Mobilfunkantennen, auch im Stadtgebiet, schon auf die derzeit schnellste Technik 5G umgerüstet sind, gibt es in Teilen von Breuningsweiler und Hanweiler nicht einmal eine der langsameren Alternativen 3G oder LTE, sondern schlichtweg: nichts. Kein Empfang mit dem Handy. Stadtentwicklungsamtsleiter Markus Schlecht kennt die Landkarte mit den Antennenstandorten, darauf seien die berühmt-berüchtigten Funklöcher „weiße Flecken“. Auch Oberbürgermeister

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