Winnenden

Neue Bäckerei-Filiale von Mildenberger öffnet am Marktplatz in Winnenden

Mildenberger
Mitarbeiterinnen der neuen Filiale am Marktplatz mit Friedrich Mildenberger (Mitte). © Benjamin Büttner

„Bei uns gleicht keine Filiale der anderen“ sagt Friedrich Mildenberger. Wahrlich: Gegenüber vom Leutenbacher Aldi gibt es das große Kaffeehaus, im Industriegebiet Langes Gewand die Bäckertheke im Obi-Baumarkt. Und nun schimmert am Marktplatz, Marktstraße 34, golden-heimeliges Licht aus den Schaufenstern und prangt am gusseisernen Ausleger des Fachwerkhauses ein großes M: Am Donnerstag ist offiziell die 37. Mildenberger-Filiale eröffnet worden.

„Die Theke ist wieder rechts vom Eingang, bis ins Schaufenster hinein, die kann man anders, aber nicht besser machen“, sagt der 39-jährige Geschäftsführer, der zusammen mit Mutter Irma für die Modernisierung der Filialen und den Verkauf zuständig ist. Sein Bruder Richard (33) ist wie der Vater Bernd Bäcker- und Konditormeister und somit mit ihm zusammen für die Produktion verantwortlich. Die Backnanger Bäckerei wurde 1950 von ihrem Großvater gegründet und wird nun in der dritten Generation von derselben Familie fortgeführt.

Was in den Backofen kommt, ist für die Kunden sichtbar

Ganz klar anders als vorher sei das Konzept mit der Rückbesinnung auf Brot, Brötchen, Brezeln, ergänzt um Kuchen, Stollen und andere Süßigkeiten. „Es gibt zwar belegte Brötchen, Snacks wie Pizzaschnitte. Aber keine Salate und Suppen, keinen Mittagstisch und auch keine Frühstückskarte“, sagt Friedrich Mildenberger. „Wir wollen uns hier mit dem schmal und lang geschnittenen Raum, wo es schon immer eine Bäckerei gab, nicht verzetteln, sondern das Backhandwerk zeigen.“

Deshalb heißt die Filiale nun „Brotzeit“, deshalb wurde die Wand zur Küche nach hinten versetzt, um Platz für einen nur durch eine Scheibe abgetrennten Backraum zu schaffen. Hier stehen schon zehn Teiglinge aus Weizen- und Roggenmehl in Kunststoff-Körbchen bereit: Sie werden im mit Steinplatten ausgelegten Elektro-Etagenofen um fast das Doppelte aufgehen und eine krosse Rinde bekommen. „Nach 50 Minuten gibt es dann wieder die Steinofenkruste-Laibe ganz frisch“, sagt Friedrich Mildenberger, „und die gibt es auch nicht in jeder Filiale.“

Brezeln werden von Hand in Backnang geschlungen und gefrostet

Doch zuerst kommt ein Blech Brezeln in den Ofen. Die Rohlinge holt die Mitarbeiterin aus einer Styropor-Box aus dem Minus-15-Grad-Gefrierschrank. „Sie werden in Backnang am Vortag gemacht und von Hand geschlungen. Durch das Frosten erzielen wir, vor allem im Sommer, eine konstante Brezelqualität“, erklärt Friedrich Mildenberger. In Winnenden wird die Brezel dann noch gelaugt, gesalzen und gebacken.

„Alles, was es hier gibt, ist zu 100 Prozent von uns selbst gemacht“, sagt Friedrich Mildenberger über die „Mildis“, Brötchen mit krosser Kruste, die kleinen City-Seelen, einzelne Bioland-Brote und die Kuchen. Die fünf festen Mitarbeiterinnen und zwei Aushilfen sind für die Brotberatung eigens geschult.

An vier quadratischen Tischen kann man kurz Platz nehmen

Apropos, wer in der Filiale einen Snack oder einen Kuchen essen und dazu einen Hochland-Kaffee trinken möchte, der kann durchaus Platz nehmen. Links vom Eingang ist eine lange Sitzbank angebracht, vier quadratische Eichentische stehen davor, dazu noch ein paar Hocker.

Als pfiffige und transparente Trennwand hat der Ladenbauer lauter Wellhölzer übereinander in ein Eisengestell gesetzt. Mehr Sitzplätze gibt es auf der 110 Quadratmeter großen gemieteten Gesamt-Ladenfläche (mit Rückraum) nicht. Allerdings wird Familie Mildenberger vom Frühjahr an auch Tische und Stühle vor der Filiale aufstellen.

Die Außenbestuhlung kommt im Frühjahr, sonntags ist von 8 bis 11 Uhr offen

„Wir sind nicht expansiv unterwegs, wir wollen nicht möglichst viel machen. Aber was wir machen, tun wir mit Herzblut“, sagt Friedrich Mildenberger. Da Filiale 37 eben kein großes Café erlaube, öffne die Filiale am Marktplatz sonntags nur von 8 bis 11 Uhr. Das war beim Vorgänger-Bäcker anders. „So fangen wir jetzt mal an. Mal sehen, wohin die Reise geht“, sagt der 39-Jährige. Ähnliches muss er auch über die Kaffeebecher „to go“ aus Pappe sagen. „Wir nehmen Becher der Kunden an und füllen sie, aber ein passendes Pfandbechersystem haben wir noch nicht gefunden, weil unsere Kaffeetassen aus Porzellan so groß sind.“

„Bei uns gleicht keine Filiale der anderen“ sagt Friedrich Mildenberger. Wahrlich: Gegenüber vom Leutenbacher Aldi gibt es das große Kaffeehaus, im Industriegebiet Langes Gewand die Bäckertheke im Obi-Baumarkt. Und nun schimmert am Marktplatz, Marktstraße 34, golden-heimeliges Licht aus den Schaufenstern und prangt am gusseisernen Ausleger des Fachwerkhauses ein großes M: Am Donnerstag ist offiziell die 37. Mildenberger-Filiale eröffnet worden.

„Die Theke ist wieder rechts vom

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