Winnenden

Nosferatu-Spinne in Winnenden gesichtet - aber Vorsicht: Verwechslungsgefahr

Nosferatu-Spinne
Eine Nosferatu-Spinne? © Hanspeter Weber

Winnender mit einer Abneigung für Krabbeltiere müssen nun ganz stark sein: Die Nosferatu-Spinne ist in der Stadt angekommen. Das meldet William Patrick von der Winnender Nabu-Gruppe. Deutschlandweit wird momentan von Sichtungen berichtet, unter anderem auch in Fellbach oder Berglen. Nun also auch Winnenden.

Dass es dabei allerdings auch zu Verwechslungen kommen kann, zeigt ein anderer Fall.

Eine Nosferatu-Spinne im Spülbecken?

So hat sich ein Leser an unsere Redaktion gewandt. „Auch in Winnenden gibt es die Nosferatu-Spinne. Das angehängte Foto habe ich am 29. August bei uns in der Gerberstraße in Winnenden fotografiert. Sie saß morgens in der Spüle“, schreibt Hanspeter Weber in einer E-Mail.

Angst hat er keine gehabt, wie er am Telefon vom Urlaub aus berichtet. „Ich liebe Spinnen, da habe ich kein Problem“, erzählt er. Das Tier hat seine Frau vor der Haustüre ausgesetzt, nachdem er es fotografiert hat. Am Bildschirm seines Smartphones zoomt er an den Körper der Spinne, die markante Musterung springt ihm ins Auge. Für ihn ist klar: Nosferatu. Doch ist es tatsächlich ein Exemplar jener Spinnenart, die es momentan in die Schlagzeilen sämtlicher Gazetten schafft?

Lange, dünne Beine

Auffällig: die Beinspannweite des Tieres. Laut Nabu kann diese bei der Nosferatu-Spinne bis zu sechs Zentimeter betragen. Kein Wunder also, hält sich mancher Mensch lieber so weit wie möglich fern von dem Tier. Die Spannweite einer hierzulande längst angestammten Hauswinkelspinne beträgt jedoch bis zu zehn Zentimeter. Mit dieser wird Nosferatu oft verwechselt.

Vergleicht man das Foto einer Nosferatu-Spinne mit jenem Foto, das Hanspeter Weber an unsere Redaktion geschickt hat, ist ein Unterschied zu erkennen. Am markantesten ist dieser wohl an den Beinpartien zu sehen.

Woran ist die Hauswinkelspinne noch zu erkennen?

Genug gemutmaßt: Was meint William Patrick von der Winnender Nabu-Gruppe zu dem Foto von Weber? „Ganz grob: Die Hausspinne hat am Hinterleib zwei Reihen mit je vier hellen Punkten und am Kopf eine ‘Palme‘, das „Blattwerk“ zeigt Richtung Leib, der ‘Stamm‘ Richtung Augen, dazu dünne Beine“, schreibt der Experte.

Die Kräuseljagdspinne, mittlerweile besser bekannt als die Nosferatu-Spinne, habe am Hinterleib nach hinten bis zur Hälfte drei längliche, dunkle Punkte, und Richtung Kopf eine Art Totenkopf-Zeichnung mit „Kräuselkragen“.

Handelt es sich bei dem Exemplar von Hanspeter Weber also um eine Nosferatu-Spinne? „Nein, ganz klar eine Hauswinkelspinne, Tegenaria atrica! Das ist ein gutes Foto zur Bestimmung“, ist sich der Experte sicher.

An der Gerberstraße hat es sich Nosferatu also nicht in einem Spülbecken bequem gemacht. Dafür allerdings bei William Patrick im Keller.

Dort hat er nämlich am Montagnachmittag eine Nosferatu-Spinne gesichtet. Allerdings: Sie war bereits tot.

Winnender mit einer Abneigung für Krabbeltiere müssen nun ganz stark sein: Die Nosferatu-Spinne ist in der Stadt angekommen. Das meldet William Patrick von der Winnender Nabu-Gruppe. Deutschlandweit wird momentan von Sichtungen berichtet, unter anderem auch in Fellbach oder Berglen. Nun also auch Winnenden.

Dass es dabei allerdings auch zu Verwechslungen kommen kann, zeigt ein anderer Fall.

Eine Nosferatu-Spinne im Spülbecken?

So hat sich ein Leser an unsere Redaktion

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