Winnenden

OB Holzwarth spricht von Brand-Serie an Schulen in Winnenden

Brand
Geschmolzene Überreste der Kunststoff-Müllcontainer in der Nähe des Georg-Büchner-Gymnasiums. (Archivfoto) © Alexandra Palmizi

Nach der Brandstiftung am Stellplatz von zehn Müllcontainern in der Nähe des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) am Samstagabend wird die Stadt erneut prüfen, ob sie die Sicherheit dort weiter verbessern kann. Auf Nachfrage unserer Zeitung schreibt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth zwar, dass „das GBG zu den längst überprüften Standorten gehört“, die Mülltonnen seien seitdem „deutlich abgerückt“ vom Gebäude. „Unter anderem der Brand am Bürgerzentrum Waiblingen, gelegt über Mülleimer“ sei Anlass gewesen für den Sicherheitscheck an städtischen Gebäuden, „selbstverständlich auch an allen Schulen“.

Die Liste mit rund 100 Standorten sei fast vollständig abgearbeitet, wo erforderlich, wurde etwas verbessert. „Noch eine Handvoll peripherer Standorte benötigt nun noch kleinere Verbesserungen, meist Einhausungen“, schreibt Holzwarth weiter.

Brandalarm am Lessing, mutwillige Brandstiftung an der Stöckachschule in den vergangenen 14 Tagen

Tatsächlich erhofft sich der Oberbürgermeister diese Woche neue Erkenntnisse, auch durch die Ermittlungen der Polizei, und womöglich gestützt von Beobachtungen der Bürger: Es habe „einige ähnliche Vorkommnissen“ an drei Schulen und zu ähnlichen Zeiten gegeben, was den OB von einer Serie sprechen lässt. Nicht alle Vorkommnisse der vergangenen 14 Tage hatten es mit einer Meldung in die Zeitung geschafft, aber Holzwarth liegen die Einsatzzeiten vor: Am 7. Juli, einem Donnerstag, brannte um 20.23 Uhr ein Container an der Ringstraße bei der Stöckachschule, am gleichen Abend löste jemand um 21.56 Uhr mutwillig die Brandmeldeanlage des Lessing-Gymnasiums (LGW) aus. Am 12. Juli rückte die Feuerwehr um 23.30 Uhr zu einem „Kleinstbrand“ ans GBG aus, sowie am 23. Juli um 20.08 Uhr zum großen Containerbrand. „Wir vermuten mit hoher Wahrscheinlichkeit mutwillige Brandstiftung (Stöckachschule und GBG) und mutwilligen Brandalarm im LGW.“ Daher richte sich die Aufmerksamkeit der Stadt nicht nur auf die Standorte von Müllgefäßen, sondern auch auf „den oder die Verursacher und deren Ergreifung durch die Polizei“.

Jene vermutete am Sonntag in einer ersten Kostenschätzung, dass der Ersatz der Fenster und der beiden roten Fassadenplatten sowie die Wiederherstellung des mit Metallgittern eingezäunten Containerstandorts etwa 5000 Euro kosten könnten. OB Holzwarth bezeichnet dies zwar noch als „leichte Blessuren“. Laut Feuerwehrpressesprecher Florian Claß hatten die Kameradinnen und Kameraden vor Ort jedoch den Eindruck, dass ihr Eintreffen gerade noch rechtzeitig erfolgt sei. „Wenige Minuten später, und das Feuer wäre auf das Gebäude übergesprungen.“

Freilich hat die Stadt das Schulgebäude in Sachen Brandschutz enorm aufgerüstet, hat in Alarmanlagen, getrennte Treppenhäuser, externe Fluchtwege und so weiter 1,9 Millionen Euro gesteckt. Doch die Frage ist, wann ein Alarm nachts losgehen würde, wenn sich niemand im Schulgebäude aufhält und das Feuer von außen gelegt wird.

„Die Frage, ob aus dem Vollbrand und seiner Entfaltung abgeleitet werden kann, der Müll-Standort am GBG muss noch weiter verbessert werden, prüfen und bewerten wir aufgrund der neuen Erkenntnisse in dieser Woche“, so OB Holzwarth.

Nach der Brandstiftung am Stellplatz von zehn Müllcontainern in der Nähe des Georg-Büchner-Gymnasiums (GBG) am Samstagabend wird die Stadt erneut prüfen, ob sie die Sicherheit dort weiter verbessern kann. Auf Nachfrage unserer Zeitung schreibt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth zwar, dass „das GBG zu den längst überprüften Standorten gehört“, die Mülltonnen seien seitdem „deutlich abgerückt“ vom Gebäude. „Unter anderem der Brand am Bürgerzentrum Waiblingen, gelegt über Mülleimer“ sei Anlass

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