Winnenden

Passend zur Hitze: Mineralfreibad in Höfen öffnet

Mineralfreibad
Auch zwischen den Blumenkübeln reinigen Mitarbeiter im Mineralfreibad in Höfen, damit zur Öffnung am Donnerstag alles sauber ist. © Palmizi

Das Thermometer klettert Tag für Tag ein Stückchen höher, am Freitag sollen es schon an die 30 Grad werden. Jetzt ist er endlich da, der Sommer. Was liegt bei diesen Temperaturen näher, als sich bei einem Sprung ins kühle Nass abzukühlen? Für Wasserratten gibt es aus Höfen gute Nachrichten. Das Mineralfreibad öffnet am Donnerstag. „Sechs Wochen später als geplant, aber immerhin können wir jetzt loslegen“, sagt Bäderleiter Sascha Seitz. Ähnlich wie im Wunnebad hat das Mineralfreibad einen Drei-Schicht-Modus eingeführt. „Wir haben von 10  bis 12 Uhr geöffnet, von 12.30  bis 15.30 Uhr und von 16  bis 19 Uhr“, erklärt Seitz. Zwischen den Schichten sollen Schließfächer oder die Griffe am Beckenrand gründlich gereinigt und desinfiziert werden. „Pro Schicht können 120 Personen ins Freibad kommen“, sagt Seitz. Der Platz im Freibadbecken selbst ist allerdings deutlich begrenzter. „Hier dürfen maximal 15 Leute gleichzeitig rein“, sagt der Bäderleiter. Der Bademeister kontrolliert, wie viele Leute sich gleichzeitig erfrischen. „Außerdem gilt im Becken das Einbahnstraßenprinzip“, sagt Seitz. Es gibt einen Eingang und jeweils seitlich zwei Ausgänge. So soll verhindert werden, dass sich beim Ein- oder Ausstieg mehrere Menschen zu nahe kommen.

Eintrittskarten gibt es auch im Kundenzentrum der Stadtwerke

Noch am Dienstag und Mittwoch haben Arbeiter sich darum gekümmert, dass pünktlich zur Öffnung am Donnerstag alles reibungslos abläuft. „Wir bauen gerade unsere neuen Umkleidekabinen zusammen“, erklärt Seitz. Das sei eigentlich schon früher geplant gewesen, doch Corona machte den Badverantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Ab Donnerstag wird nur jeder dritte Spind zugänglich sein, um auch dort die nötigen Abstände zu wahren. „Vor ein paar Wochen haben wir das Becken bereits gestrichen und grob gereinigt. Wir wollten vorbereitet sein und schnellstmöglich öffnen, wenn es erlaubt ist“, erklärt Sascha Seitz. Schließlich habe man dann auch das Becken befüllt und neue Pumpen installiert. „Im Wunnebad haben wir seit der Wiedereröffnung sehr gute Erfahrungen gemacht. Dort läuft es gut, gibt kaum Schwierigkeiten. Daher gehen wir auch hier in Höfen davon aus, dass alles klappt“, erklärt Seitz.

Eintrittskarten für die drei Schichten gibt es im Internet unter https://shop.wunnebad.de/de/. „Man kann dort mit Kreditkarte, Paypal oder Paydirekt bezahlen“, sagt Seitz. Wer Probleme bei der Buchung habe, könne sich jederzeit telefonisch im Wunnebad melden. „Unsere Mitarbeiter helfen gerne. Wir haben hierzu auch schon positive Rückmeldungen unserer Gäste“, sagt Seitz. Wer keine der Zahlungsmethoden nutzt, kann sich seine Eintrittskarte auch im Kundenzentrum der Stadtwerke (Torstraße 10) abholen. „Das soll allerdings nur die absolute Ausnahme bleiben“, sagt Seitz. Der Kartenautomat am Eingang des Bades ist außer Betrieb. „Da er mit einem Touchscreen funktioniert, müssten wir die Fläche quasi nach jedem Benutzer desinfizieren. Das wäre sicher auch für den Touchscreen nicht optimal“, so Seitz.

Mineralfreibad
Bäderleiter Sascha Seitz vor den neuen Umkleidekabinen im Mineralfreibad. © Palmizi

Hat man das Ticket, kann man es entweder ausdrucken oder aber als E-Ticket auf dem Smartphone speichern. „Am Eingang scannt man es dann einfach ab“, sagt der Bäderleiter. Was, wenn alle 120 Badegäste gleichzeitig am Eingang stehen? „Das würden wir auch hinkriegen. In maximal fünf Minuten wären alle Gäste im Bad“, so Seitz, der hofft, dass sich alle an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Zu den Hygieneregeln zählt auch, dass aus den Duschen nur kaltes Wasser kommt, das Schwimmbecken ist jedoch beheizt. „Es hat die gleiche Temperatur wie jedes Jahr. Je nachdem wie stark die Sonne in den nächsten Tagen scheint, wird es eben wärmer oder auch nicht“, sagt Seitz.

Das Volleyballfeld im Bad ist bespielbar, allerdings maximal von vier Personen gleichzeitig. „Auch der Kiosk ist offen“, sagt Seitz.

Im Kinderbecken sind drei Kinder gleichzeitig erlaubt, die Erziehungsberechtigten der Kinder sind verantwortlich dafür, dass dies auch eingehalten wird. „Auch unsere Spielgeräte können die Kinder nutzen, allerdings muss auch hier auf die Abstände geachtet werden“, erklärt Seitz. Kinder unter zehn Jahren müssen eine Aufsichtsperson mitbringen.

Frühschwimmer

Eintrittskarten für das Mineralfreibad gibt es immer mit einem Vorlauf von acht Tagen. Die Tickets sind an den gebuchten Tag gebunden. Im Wunnebad gibt es ab Montag, 29. Juni, zwischen 7.30  und 9.30 Uhr einen Frühschwimmertarif für zwei Euro. Zu dieser Zeit ist nur das Sportbecken geöffnet, der Einlass auf 60 Personen beschränkt.