Winnenden

Rita – die erste Neugeborene 2016

Baby
Rita, das erste Kind des Jahres 2016 in der Winnender Geburtenstation. © ZVW

Winnenden.
Der wahrscheinlich optimistischste Ort weit und breit: der Kreißsaal des Winnender Kreisklinikums an Neujahr. Die an dem Tag besonders häufig zu hörende Redewendung „Herzlichen Glückwunsch“ galt gleich zweimal, für die beiden ersten Geburten 2016, ein Mädchen und einen Jungen. Beide sind wohlauf, die Eltern strahlen. So wie die Sonne am Neujahrsmorgen.

Von einer schwierigen Weltlage 2016 will im Kreißsaal des Klinikums niemand etwas wissen. Das Leben hat mal wieder gesiegt, hat der Welt neue kleine Menschen beschert, und zwar auffallend häufig: sieben Geburten an Silvester, zwei schon am Neujahrsmorgen, mit weiteren zwei Einleitungen - wer weiß, vielleicht werden ja vier neue Erdenbürger den 1. Januar 2016 als ihren Geburtstag im Pass führen.

Schon der Einstieg in den Tag verlief sanft und ohne Komplikationen. Um 8 Uhr 27 kam Rita Xhaferi zur Welt, 3945 Gramm schwer, 53 Zentimeter groß, Kopfumfang 35 Zentimeter. Nackte Zahlen für einen Glücksmoment: die Geburt des ersten Babys 2016.
Hebamme begleitet die Geburt – Arzt im Hintergrund

Ritas Mutter, die 2006 aus dem Kosovo nach Backnang kam und sich den Winnender Kreißsaal aussuchte, „weil wir gut sind“ (Hebamme Antje Klawitter), wirkt nur ein ganz klein wenig müde, aber ansonsten rundum glücklich. Alles sei gut verlaufen, „ein bisschen Schmerzen“, sagt sie, so ab vier in der Früh, zuvor hatte sie sogar noch am Fenster was von der Silvesterknallerei mitgekriegt. Um acht Uhr wurde es heftiger mit den Wehen - und eine knappe halbe Stunde später war schon alles vorbei. Vier Mädels hat Frau Xhaferi geboren, ihr Mann, der den Namen Rita für das vierte vorschlug, hielt ihr jedes Mal die Hand, hat sie erfolgreich beruhigt.
Das zweite Kind des Jahres 2016 heißt Malik

Und auch am Neujahrsmorgen hatte die Hebamme alles im Griff. So wie meistens, sagt Antje Klawitter. „Ärzte sind zwar immer anwesend im Kreißsaal, aber nur im Notfall bei der Geburt selbst dabei. Wenn es pathologisch wird, also bei Kaiserschnitten, Zangen- oder Saugglockengeburten.“ Drei Viertel aller Entbindungen verliefen komplikationslos, mit einer Hebamme als wahrer Heldin des Kreißsaals.

An Neujahr waren es drei Hebammen (von insgesamt 21), die sich abwechselten, so wie meist. Neben Antje Klawitter noch Ulrike Petrulat und Annkathrin Löbel, die das zweite Kind des Jahres zur Welt brachte, Malik Levin Akgün, einen Knaben. Sein Vater Orkun, ebenfalls ein Backnanger, strahlt über das ganze Gesicht, kriegt auf Anfrage nach seinem Befinden nur ein „Alles super!“ über die Lippen und fügt glücklich lächelnd an: „So muss ein Jahr beginnen!“

Die beiden diensthabenden Ärzte Dr. Istvan Degrell und Dr. Guillermo Pierdant mussten bei den Vorgängen selbst nicht groß einschreiten, behielten aber ständig die Wehenschreiber im Dienstzimmer im Auge, Monitore, auf denen mit der CTG-Ultraschall-Technik ständig, und auch schon vor der Geburt, Informationen zur Körpergröße des Kindes, zur Beschaffenheit des Fruchtwassers oder der Nabelschnur und vielen anderen relevanten Fragestellungen abrufbar sind. Seit 2015 gibt es die neuen Geräte, eine zusätzliche Hilfe für die erwünschte sanfte Geburt. Auf dass der Kreißsaal auch fürderhin ein Ort des Optimismus bleibe ...