Winnenden

"Schöne Aussicht" in Bürg: Mittagessen mit fantastischem Ausblick über Winnenden

Mittagstisch-Serie Schöne Aussicht
Redaktionsleiter Martin Schmitzer (links), Redakteur Tobias Klecker und eine Kellnerin auf der Terrasse der „Schönen Aussicht“ in Bürg. Im Hintergrund ist der Ausblick auf Winnenden zu sehen. © Benjamin Büttner

Wer in der „Schönen Aussicht“ in Bürg zum Mittagessen einkehrt, der kommt aus dem Staunen fast nicht heraus. Denn der Ausblick über Winnenden und darüber hinaus ist gigantisch. Wer hier oben seine Mittagspause einlegt, kommt garantiert auf andere Gedanken. Neben der tollen Lage sorgt dafür auch das Essen.

Volker Bauer ist Küchenchef des Restaurants. „Es ist quasi ein 24-Stunden-Job“, sagt der 53-Jährige. Da kommt es gerade recht, dass er mit seiner Familie über der Gaststätte lebt, die wie auch das Hotel in Winnenden große Tradition hat.

„Los ging alles mit einer Bäckerei. Ab 1927 sind dann nach und nach weitere Gebäude dazugekommen. Von Generation zu Generation wurde es mehr“, erzählt Bauer, der seit 1995 in der „Schönen Aussicht“ kocht. Ursprünglich hat er Kaufmann gelernt. „Vielleicht ist es ganz gut, wenn man zuerst seine Träume verfolgt und dann erkennt, dass dort auch nicht alles Gold ist, was glänzt“, sagt er.

Forellen stammen aus eigener Zucht am Ursprung des Buchenbachs

Bauer ist in Bürg aufgewachsen. „Hier im Haus“, sagt er. Inzwischen hat er vier Kinder. Ob davon jemand seine Nachfolge antritt? „Dafür ist es jetzt noch zu früh“, sagt der Küchenchef. „Ich fühle mich hier verpflichtet. Irgendwo hofft man aber natürlich, dass eines der Kinder einem mal den Kochlöffel aus der Hand nimmt“, sagt Bauer.

Wenn im Hotel oder dem Restaurant etwas ist, ist Volker Bauer zur Stelle. „Manchmal ist es schon ein bisschen viel, aber es macht einfach Sinn, immer in Rufweite zu sein“, sagt Bauer. Ist er mal im Urlaub oder verhindert, vertritt ihn sein Bruder Helmut, der zweiter Küchenchef ist. Was macht die „Schöne Aussicht“ besonders? „Wir setzen sehr auf regionale Produkte“, sagt Bauer. Mehrmals in der Woche geht er frische Zutaten für seine Gerichte kaufen. „Auf dem Großmarkt schaue ich zuerst in die Erzeugerecke, kaufe Produkte, die aus der Stuttgarter Region kommen“, sagt er.

Wegen der vielen Gäste kam die "Schöne Aussicht" bisher glimpflich durch die Corona-Krise

Was er dort nicht bekomme, kaufe er in den normalen Abteilungen. „Das ist aber ganz wenig. Dinge wie Ananas zum Beispiel“, sagt Bauer. Fleisch bekomme er direkt von Winnender Jägern. „Für unsere Forellen sind wir bekannt. Wir haben eine eigene Zucht am Ursprung des Buchenbachs“, sagt Bauer, der sich mit seinem Restaurant von anderen abheben möchte. „Wenn wir unsere Gerichte nicht frisch zubereiten würden und auf Zutaten setzen würden, bei denen wir in der Küche fast nichts mehr machen müssten, dann würde niemand hier hoch nach Bürg kommen“, sagt Bauer.

Das Publikum, das zum Mittagessen kommt, ist gemischt. „Vom Rentner bis zum Geschäftsmann“, sagt der Küchenchef. Die vielen Gäste seien auch der Grund, weshalb die „Schöne Aussicht“ bislang relativ glimpflich durch die Corona-Krise gekommen ist. „Andere hat es da sicher schlimmer erwischt als uns“, sagt Bauer. Da sie ziemlich viel Fläche hätten, können sie auch jetzt wieder Feiern und Ähnliches ausrichten – natürlich mit dem nötigen Abstand.

„Was das Hotel betrifft, merken wir die Krise eher“, erzählt Bauer. „Tagungen finden kaum mehr statt, es kommen weniger Geschäftsmänner. Dafür allerdings Monteure“, sagt Bauer. Das Restaurant hat täglich geöffnet. Die Speisekarte in der „Schönen Aussicht“ ist bunt gemischt, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Von Klassikern wie Maultaschen oder Sauerbraten über ein malayisches Hühnergericht bis hin zu verschiedenen Salattellern.

Der Alltagsstress gerät in Vergessenheit

Ich entscheide mich für die hausgemachten Maultaschen in der Brühe und bekomme dazu noch einen gemischten Salat. Die Brühe ist schön gewürzt, die Maultaschen sind sehr lecker. Mit dem Wetter haben wir Glück, so dass wir auf der Terrasse sitzen können. Mit dem tollen Blick auf Winnenden schmeckt das Essen gleich noch mal besser. Wer in der Mittagspause ausreichend Zeit hat, kann also nach Bürg hochfahren. Ein Besuch in einem Imbiss oder einer Fast-Food-Kette ist billiger, aber alleine schon der einzigartige Ausblick entlohnt und entspannt vom Alltagsstress auf der Arbeit.

Wer in der „Schönen Aussicht“ in Bürg zum Mittagessen einkehrt, der kommt aus dem Staunen fast nicht heraus. Denn der Ausblick über Winnenden und darüber hinaus ist gigantisch. Wer hier oben seine Mittagspause einlegt, kommt garantiert auf andere Gedanken. Neben der tollen Lage sorgt dafür auch das Essen.

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Volker Bauer ist Küchenchef des Restaurants. „Es ist quasi ein 24-Stunden-Job“, sagt der 53-Jährige. Da kommt es gerade recht, dass er mit seiner Familie über der

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