Winnenden

Schnell und preiswert: Tipps für Adventskalender last minute in Winnenden

Adventskalender
Drei Adventskalender aus der Kunstschule Winnenden, die Kinder leicht selbst malen können. © Kunstschule Winnenden

Dieses Jahr ist es besonders schlimm: Wer mit seinen Adventsvorbereitungen sowieso immer gnadenlos zu spät dran ist, den trifft dieses Jahr der Fluch des frühen ersten Advents, er lag noch deutlich im Monat November. Am 27. November zünden wir die erste Kerze auf dem Adventskranz an, volle vier Wochen vor dem ersten Weihnachtsfeiertag. Prima, dass hingegen eine Sache im Advent immer völlig verlässlich gleich abläuft. Der Adventskalender beginnt am 1. Dezember und hat 24 Türen. Wir haben also noch drei Tage, um in die Pötte zu kommen, den Last-Minute-Adventskalender zu gestalten. Gut für Leute, die erst unter Stress kreativ werden.

Kaufen geht schnell, kann aber ganz schön teuer werden

Wer eh nur kaufen und auch noch einen Haufen Geld ausgeben möchte, hat die Qual der Wahl. Was gibt es nicht alles mittlerweile: Tee- oder Schokoladen-Adventskalender sind fast schon olle Kamellen, geht es nach dem Handel, braucht jedes Familienmitglied einen eigenen und einen richtig großen noch dazu. Den mit Parfum die Dame, den mit den Unterhosen der Herr, das Kind bekommt jeden Tag etwas von Playmobil, und natürlich darf man den Hund nicht vergessen, für Tiere gibt es ebenfalls bereits 24 Leckerlis in aufwendiger Verpackung. Aber eigentlich sollte ein Adventskalender doch auch eine persönliche Note haben. Zeigen, dass man sich für den anderen Mühe gegeben hat.

Die selbst gestaltete tägliche Überraschung muss nichts kosten

Die Winnender Kunstschulleiterin Barbara Kastin lacht, als unsere Redaktion sie anruft als Fachfrau fürs Kreative. „In allen unseren Kursen machen die Kinder Adventskalender.“ Und zwar rechtzeitig, das sei an dieser Stelle angemerkt. Zwei Jungs, die schon mehrere Jahre dabei seien und in der Werkstatt immer ganz heiß auf den Bau eines Spezialmodells gewesen seien, hätten dieses Jahr aber cool abgewunken, sie hätten sich von den Eltern einen Kartoffelchips-Adventskalender gewünscht. „Die Dosen kann man anschließend wunderbar fürs Kerzengießen verwenden“, gewinnt Barbara Kastin diesem käuflichen Modell sogar noch eine gewisse Nachhaltigkeit ab.

Doch im Ernst: Was kann man in drei Tagen noch hinzaubern, womöglich noch mit persönlichem Touch? Drei Tipps von Barbara Kastin.

  • 1. Auf ein Blatt ein großes Bild malen, mit dem Cutter 24 Türchen ausschneiden. Das Bild auf ein gleich großes Blatt kleben und hinter die Türchen 24 kleine Bilder malen. „Früher haben wir jedes Jahr denselben Adventskalender hervorgeholt. Meine Mutter hat die Türchen einfach wieder zugedrückt“, erinnert sich Barbara Kastin.

  • 2. Säckchen nähen, an einer Schnur oder einem Stück Stoff befestigen oder einen Setzkasten mit kleinen Geschenken bestücken.

  • 3. Den Inhalt die Form bestimmen lassen, also die Geschenke verpacken und an eine Schnur oder Unterlage klammern oder binden.

Doch mit was nur soll man die Tütchen, Säckchen oder Schachteln füllen?

Für die Kalender aus Schachteln oder Tütchen, die gefüllt werden wollen: Wer wegwill vom Massenkonsum, findet mittlerweile überall wenigstens fair gehandelte Schokolade. Oder man schreibt ein Gedicht (ab) oder formuliert einen schönen Gedanken, eine Ermutigung, eine Liebeserklärung, einen Wunsch für die Zukunft. Oder gestaltet einen Gutschein für eine gemeinsame Unternehmung. Es ist sicher auch nicht falsch, sich mal wieder darauf zu besinnen, dass der Kalender einen Countdown darstellt für die in der christlichen Religion wichtige Feier der Geburt Jesu.

Besinnung gleich weniger Stress: Man muss ja nicht alle 24 Säckchen auf einmal füllen, für die späteren Tage bleibt ja noch Zeit.

Auch eine Idee: Gemeinsame Zeit mit einem Buch oder bei einem Spaziergang

Eine gemeinsame Lesezeit jeden Tag in einem guten oder zum Thema passenden Buch erspart hingegen jegliche Bastelei. Oder man unternimmt jeden Tag einen Spaziergang zu einem der vielen „lebendigen Adventskalender“ in den Ortschaften. Schon lange und dieses Jahr wieder gibt es den Leutenbacher Adventskalender und auch die Nellmersbacher Adventsfenster, nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Sache in Winnenden. 

Dieses Jahr ist es besonders schlimm: Wer mit seinen Adventsvorbereitungen sowieso immer gnadenlos zu spät dran ist, den trifft dieses Jahr der Fluch des frühen ersten Advents, er lag noch deutlich im Monat November. Am 27. November zünden wir die erste Kerze auf dem Adventskranz an, volle vier Wochen vor dem ersten Weihnachtsfeiertag. Prima, dass hingegen eine Sache im Advent immer völlig verlässlich gleich abläuft. Der Adventskalender beginnt am 1. Dezember und hat 24 Türen. Wir haben also

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