Winnenden

Schulen in Winnenden: Akzeptanz der Gemeinschaftsschule steigt

Grundschule
Symbolfoto. © ZVW/Alexandra Palmizi

Die Übertrittsquote aufs Gymnasium ist in diesem Schuljahr deutlich angestiegen (von 38 auf 44 Prozent), das berichtete die städtische Schulamtsleiterin Sybille Mack im Gemeinderat. 108 Kinder erhielten eine Gymnasialempfehlung, die 81 auch wahrnahmen. 17 entschieden sich trotzdem für den Besuch einer Realschule, zehn für den Besuch der Gemeinschaftsschule.

Kaum noch reine Hauptschulen im Kreis

Sei 2012 ist die Grundschulempfehlung nicht mehr verbindlich für die Eltern, gleichwohl wird eine ausgesprochen. Demnach erhielten 50 Kinder eine Haupt- oder Werkrealschulempfehlung, obwohl es diese Schulart als reine Form im Raum Winnenden nicht mehr gibt. 29 der Viertklässler mit dieser Empfehlung wählten eine der beiden Winnender Realschulen aus, in der aber erst ab Klassenstufe 7 zwischen Hauptschul- und Realschulniveau unterschieden wird. 20 entschieden sich für die Gemeinschaftsschule (in Schwaikheim oder Leutenbach), die ihre Schüler individuell fördert und damit alle drei Niveaus abdeckt. Ein Kind mit Hauptschulempfehlung fing in einer fünften Gymnasialklasse an.

46 Kinder erhielten eine Realschulempfehlung, mit der drei die Gemeinschaftsschule auswählten, neun das Gymnasium, 34 die Realschule. Hier ist die Übertrittsquote von 47 auf 41 Prozent gesunken.

„Wir sehen, dass die Akzeptanz der Gemeinschaftsschulen zunimmt“, freut sich Sybille Mack über die insgesamt 33 Zugänge. „Die Eltern nehmen wahr, dass dies eine gute Schulart ist.“ In Waiblingen machten die ersten Schüler bereits ihr Abitur an der Gemeinschaftsschule. „Die Lernschwächeren profitieren von den -stärkeren, das gehört zum Konzept.“ Was im Übrigen nicht Sache des Trägers, der Städte und Gemeinden sei. Diese müssen nur für Gebäude und Ausstattung sorgen.

Deutlich mehr Grundschüler

Alle Grundschulen bis auf zwei haben in diesem Schuljahr steigende Schülerzahlen verzeichnet, die Klassenzahl stieg insgesamt um drei auf 51 Klassen. Im Schelmenholz blieb die Schülerzahl gleich, in Hertmannsweiler wurden weniger Erstklässler eingeschult als im Vorjahr. Die Kastenschule startete als Ganztagsschule mit zwei Klassen. 31 waren angemeldet, doch der Klassenteiler liegt bei 28. Auch die Grundschule Hungerberg hat zwei Eingangsklassen, ihre Gesamtschülerzahl ist um beachtliche 27 Kinder auf 149 Kinder angestiegen. Und das, obwohl das neue Wohngebiet Adelsbach noch nicht vollständig bezogen ist.

Die Vorbereitungsklasse bleibt mit zehn und die Grundschulförderklasse mit elf Kindern an der Stöckachschule bestehen und zahlenmäßig fast identisch besetzt wie im Vorjahr. An der Ringstraße ist die Schülerzahl insgesamt auf 267 gesunken. 385 aller Grundschulkinder haben einen Migrationshintergrund, das entspricht einem Anteil von 39,8 Prozent.

Haselsteinschule: 15 Schüler/-innen mehr

Auch die Haselsteinschule ist in der Grundstufe Ganztagsschule. Die Schülerzahl stieg um zehn Kinder auf 44 Kinder an. In der Hauptstufe sind fünf mehr, insgesamt 63 Schülerinnen und Schüler.

Aus anderen Kommunen besuchen insgesamt 1195 Kinder Winnender Schulen, das entspricht einem unveränderten Anteil von 34 Prozent.

„Langfristig ist über eine Lösung für alle Schüler des Bildungszentrum II nachzudenken“, merkt Sybille Mack am Ende ihres Berichts an. Seit die Pläne für den Neubau der Robert-Boehringer-Gemeinschaftsschule mit Mensa für diese und die umliegenden Schulen ad acta gelegt worden sind, hat sich diesbezüglich noch nicht viel getan. „Wir sind mit einem Partner in der Planung“, sagte sie zwar auf eine Frage von Stadtrat Andreas Herfurth hin. Doch Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth bremste weitere Erklärungen: „Wir müssen warten können, bis der Träger eine neue Küche hat.“ So lange biete die Stadt Ersatz an: In der Ganztagsschule „Tomate“ können Grundschüler und auch Schüler der weiterführenden Schulen essen. Der Ganztagszug der Albertville-Realschule isst mittlerweile im Schülercafé, nicht mehr im Schlosscafé.

Und die Grundschulen Kastenschule, Birkmannsweiler, Hertmannsweiler, Höfen, Schelmenholz und Hungerberg erhalten weiterhin vor Ort ihr Mittagessen.

Die Übertrittsquote aufs Gymnasium ist in diesem Schuljahr deutlich angestiegen (von 38 auf 44 Prozent), das berichtete die städtische Schulamtsleiterin Sybille Mack im Gemeinderat. 108 Kinder erhielten eine Gymnasialempfehlung, die 81 auch wahrnahmen. 17 entschieden sich trotzdem für den Besuch einer Realschule, zehn für den Besuch der Gemeinschaftsschule.

Kaum noch reine Hauptschulen im Kreis

Sei 2012 ist die Grundschulempfehlung nicht mehr verbindlich für die Eltern,

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