Winnenden

So wird der Holzmarktplatz künftig aussehen

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Alte Häuser am Holzmarktplatz sind abgerissen, der Neubau hat noch nicht begonnen. © ZVW/Alexandra Palmizi

Winnenden. Der Holzmarktplatz wird ganz anders als jetzt. Bauträger Rainer Class will bis zur Jahresmitte mit dem Bau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage beginnen. Dafür fallen einige offene Parkplätze weg, 20 werden aber neu im Freien vor dem Gebäude angelegt.

Diese 20 öffentlichen Parkplätze waren eine Bedingung des Bauträgers. Seit Monaten hat der Gemeinderat die Plätze zugesagt, nun sind sie in einem Straßenbauplan festgeschrieben, den die Stadt in den nächsten beiden Jahren umsetzen wird. Die Parkplätze sind künftig nur noch von der Einbahnstraße her anfahrbar. Durchfahren geht nicht mehr, denn am Ende der Parkfläche hat Verkehrsplaner Karajan auf Wunsch der Stadt eine kleine Fußgängerzone vorgesehen.

Gefälle an der „Traube“soll zu einem ebenen Platz werden

Eine Gastronomiefläche ist für die „Traube“ eingeplant, die deutlich größer werden könnte, als das, was der Traubenwirt bisher zur Verfügung hatte. Sie soll auch noch um die Ecke reichen. Bisher ist dort ein starkes Gefälle entlang des Hauses. Dies möchte die Stadt zu einer waagrechten Ebene umgestaltet und die Fläche mit einer Stützmauer befestigen. „Es ist gut und wichtig, dass die im Augenblick sehr gut laufende Gaststätte eine größere Außenbewirtschaftung bekommt.“

Die alte Platanenreihe ist weg – zehn neue Bäume kommen

Nachdem die Stadt die ganze Platanenreihe auf dem Platz gefällt und beseitigt hat, pflanzt sie im nächsten Jahr zehn neue Bäume so über den Platz verteilt, dass sie Autos und Fahrradständer nicht stören. 15 Fahrradbügel werden in der Nähe des Geschäfts und der „Traube“ fest installiert. Radler dürfen dann in Schrittgeschwindigkeit durch die kleine Fußgängerzone radeln, wie Bauamtsleiter Klaus Hägele im Gemeinderat erklärte.

Platzgestaltung beginnt erst, wenn das Haus weit gediehen ist

Hägele rechnet damit, dass Bauträger Class im zweiten Quartal 2019 mit dem Bau der Wohn- und Geschäftshauses beginnt. Ab dann wird der Holzmarktplatz zur Baustelle. Zunächst wird, wie Hägele erklärte, der Bau der Tiefgarage angegangen, die künftig teileweise unter dem Holzmarktplatz liegen wird. Die Platzgestaltung könne erst beginnen, wenn das Haus schon ziemlich weit gebaut sei. Hägele rechnet mit dem Beginn des Tiefbaus im Jahr 2020. Zuerst wird ein neuer Abwasserkanal verlegt. Leitungen für Trinkwasser, Strom, Datenkabel und anderes kommen hinzu. „Der Bauablauf wird komplex“, kündigte Hägele im Gemeinderat an.

„Wie sieht es mit einer Ladesäule für Elektro-Autos aus“, fragte FWV-Stadtrat Markus Siegloch. „Das war bislang in den Besprechungen noch kein Thema“, gab Hägele zu. Siegloch gestand: „Mir isch’s au grad ersch eigfalle.“ Aber es könnte ja noch Thema werden.

Stadträtin Schäftlmeier freut sich über breitere Parkplätze

Petra Schäftlmeier (CDU) fragte nach den Maßen der Parkbuchten. fünf Meter sind sie tief, antwortete Hägele, und die Breite liege bei 2,50 und bei manchen Parkbuchten bei 2,85 Meter. Behindertenparkplätze seien 3,50 Meter breit. „Des isch gut. Das haben wir damals angeregt. Danke, dass Sie die Anregung aufgenommen haben.“

Wie mehrfach berichtet, hofft der Gemeinderat sehr darauf, dass in das künftige Wohn- und Geschäftshaus am Holzmarktplatz ein Sportgeschäft einziehen wird, zumal es seit einigen Jahren keines mehr gibt in Winnenden. Auch Bauträger Class hofft auf ein Sportgeschäft, konnte aber bisher noch nicht von einem Mietvertrag mit einem Sportartikler berichten. Für den Fall, dass doch kein Sportgeschäft einzöge, hat sich Class das Recht sichern lassen, ein anderes Geschäft an dieser Stelle hereinzunehmen. Diese Regelung hat der Gemeinderat vor einiger Zeit schon gebilligt in der Hoffnung, dass sie nicht gebraucht wird.


Barrierefreie Toilette?

Wurde auch an eine barrierefreie öffentliche Toilette auf dem Holzmarktplatz gedacht? Danach fragte FDP-Stadträtin Nicole Steiger.

Man habe in Besprechungen darüber nachgedacht, erklärte Bauamtsleiter Klaus Hägele, aber es sei „nicht mehr auf der Agenda.“

„Jeglicher freistehender Lokus wäre wahrscheinlich nicht unbedingt ein optischer Gewinn für den Platz“, meinte Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth.