Winnenden

Spenden für die Björn-Steiger-Stiftung? Mann empfindet Ansprache in Winnenden als aufdringlich

Björn-Steiger Stiftung
Ein Krankenwagen mit dem Schriftzug der Björn-Steiger-Stiftung. © ZVW/Gaby Schneider

Vergangene Woche hat ein Leser unserer Zeitung sich schlecht gefühlt. Er wollte sich am Donnerstag beim Rewe am Adlerplatz bloß einen Kaffee kaufen. Aber da standen am Eingang Werber der Björn-Steiger-Stiftung Spalier. Beim Reingehen und noch mal beim Rausgehen sprachen sie die Leute an.

Der Mann blieb stehen, hörte sich an, was die Außendienstler wollen: Zwei Jahre lang monatlich Geld überweisen für die Finanzierung eines Babynotarztwagens. Die Ratenhöhe darf der Spender oder Förderer selbst bestimmen. Als unser Leser sich Bedenkzeit erbat und Unterlagen, die er daheim durchlesen könne, rückte der Mann allerdings kein Info-Blatt heraus, sondern wurde „richtig unangenehm“, wie der Leser erzählt. „Er hat mir fast schon ein schlechtes Gewissen gemacht, ich kam mir herzlos vor.“

Björn-Steiger-Stiftung entschuldigt sich

Der Leser fragt sich, wie ältere Leute aus dieser Bearbeitungsnummer herauskommen. Und, wie die Stiftung über diese Methoden denkt. Kann das letztlich förderlich fürs Image sein? Bei der Björn-Steiger-Stiftung hat sich auf Nachfrage unserer Zeitung der Leiter des Außendiensts mit den beiden Mitarbeitern unterhalten. „Sie entschuldigen sich, aber ein Vorfall, bei dem sich jemand unter Druck gesetzt gefühlt haben könnte, ist ihnen nicht bewusst.“

Ihr Anliegen sei, zu überzeugen, und wenn jemand sagt, er überlege es sich, noch mal nachzuhaken. „Gibt es Bedenken, die man entkräften kann? Hat der Mann noch Fragen?“ Dabei sei man bemüht, stets freundlich zu bleiben. Zur Unterschrift zwingen könne und wolle man niemanden. Jeder sei frei, Nein zu sagen. Dies sei den Kollegen bewusst, die in Winnenden waren.

„Es sind langjährige Mitarbeiter, das war die erste Beschwerde über sie.“ Vom einen oder anderen Mitarbeiter habe sich auch die Björn-Steiger-Stiftung schon trennen müssen, wenn der Umgangston nicht gestimmt hat. „Aber grundsätzlich gibt es immer wieder Verhaltensschulungen, und unser Ziel ist, keine Beschwerden zu verursachen, sondern immer wieder mit den Menschen vor Super- und Baumärkten ins Gespräch zu kommen.“ Das könnten, so der Außendienstleiter, 100 in der Stunde sein.

Vergangene Woche hat ein Leser unserer Zeitung sich schlecht gefühlt. Er wollte sich am Donnerstag beim Rewe am Adlerplatz bloß einen Kaffee kaufen. Aber da standen am Eingang Werber der Björn-Steiger-Stiftung Spalier. Beim Reingehen und noch mal beim Rausgehen sprachen sie die Leute an.

Der Mann blieb stehen, hörte sich an, was die Außendienstler wollen: Zwei Jahre lang monatlich Geld überweisen für die Finanzierung eines Babynotarztwagens. Die Ratenhöhe darf der Spender oder

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