Winnenden

Tote in China-Restaurant: Soko kann Rätsel nicht lösen

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In einem Backnanger China-Restaurant wurde am 4. März die Senior-Chefin tot aufgefunden. © Joachim Mogck

Backnang. Wer für den Tod der 53-Jährigen Seniorchefin eines China-Restaurants verantwortlich ist, ist nach wie vor unklar. Aufgrund der Sprachbarriere vieler Zeugen gestalten sich die Ermittlungen mitunter schwierig.

Wie berichtet, wurde am Vormittag des 4. März die Seniorchefin der Backnanger "Asien Perle" tot aufgefunden. Wie die Obduktion der Tübinger Gerichtsmedizin ergab, wurde die 53-Jährige Opfer eines Gewaltverbrechens. Den Ermittlungen zufolge dürfte sich die Tat bereits gegen Mitternacht ereignet haben.

Die "Soko Perle" arbeitet auch zwei Wochen nach der Tat mit 50 Polizeibeamten unter Hochdruck an der Aufklärung. Die Ermittler sind bereits einer Vielzahl von Spuren und Hinweisen nachgegangen und haben zahlreiche Vernehmungen durchgeführt. Die Spurensicherung am Tatort ist abgeschlossen. Es konnte mehrere Spuren gesichert werden, die vermutlich dem Täter oder den Tätern zuzuordnen sind.

Weitere Spuren werden durch die Spezialisten der Kriminaltechnik der Waiblinger Kriop und des Kriminaltechnischen Institutes des Landeskriminalamts (LKA) bewertet und analysiert. Die Arbeit wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Kein konkreter Tatverdacht - Motiv unklar

Trotz der sehr aufwändigen Ermittlungen, die auch ins Ausland führen, ergab sich bisher kein konkreter Tatverdacht. Auch ein schlüssiges Motiv ist Polizeiangaben zufolge nicht erkennbar. Der Täter könnte nach bisherigem Ermittlungsstand im geschäftlichen oder im persönlichen Umfeld des Opfers zu finden sein.

Weil viele der Zeugen kein Deutsch sprechen, sind Ermittlungen schwierig und aufwändig. Bislang erhielt die Soko Perle nur wenige Hinweise aus der Bevölkerung.

Ein anonymes Hinweisgebersystem vom LKA soll demnächst in Betrieb gehen soll.