Winnenden

Umbau der Winnender Fußgängerzone

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Obere Marktstraße: Das alte Holperpflaster kommt noch vor den Sommerferien raus und wird ersetzt durch ebene Betonsteine. © ZVW

Winnenden. Der Umbau der Fußgängerzone geht weiter – noch vor dem offiziellen Frühlingsbeginn. Am Montag, 14. März, beginnt der erste Bauabschnitt des Jahres 2016 mitten in der Stadt am Marktplatz.

Wie es der Gemeinderat beschlossen hat, wird die Stadt die ganze Marktstraße bis hinauf zum Viehmarktplatz mit den melierten Betonsteinen pflastern lassen, die sich bereits in der Unteren Marktstraße bewährt haben – bei den Trägerinnen von höchst eleganten feinen Absätzen (High Heels) genauso wie bei Rollstuhlfahrern, Rollatornutzern und Babys in Kinderwagen. Außerdem wird die Blindenleitspur in der Mitte der Straße weitergeführt, die Sehbehinderten Orientierung gibt.

Was schön sein will, muss leiden. Erst kommen die Bauarbeiten, dann das Gehvergnügen. Am Montag, 7. März, beginnt ein kleines Vorgeplänkel an der Gutenberggasse: Die Stadtwerke lassen dort Trinkwasserleitungen erneuern. Um die Großbaustelle vorzubereiten, legen sie von 7. bis 9. März eine Notwasserversorgung. Deshalb wird in dieser Zeit dieses Nebengässle gesperrt. Die Fußgängerzone selbst wird nur ein bisschen schmäler, kann aber in den nächsten Wochen noch weiter genutzt werden.

Ein Teil des Marktplatzes bleibt so, wie er seit 30 Jahren ist

Der erste deutlich sichtbare Eingriff beginnt am Montag, 14. März, wenn die schon im ersten Bauabschnitt bewährte und beliebte Firma Nägele aus Schwaikheim die alten Pflastersteine am Marktplatz ausreißen wird. Die Zugänge zu den Geschäften werden offen bleiben. Das Pflaster um den Marktbrunnen herum bleibt unangetastet, aber der Weg von der Marktstraße zur Entengasse bekommt auch einen neuen Belag aus rötlich melierten Betonsteinen. Die Bauarbeiten am Marktplatz von 14. März an werden die Fußgänger betreffen. Noch mehr werden Autofahrer spüren, dass in der Fußgängerzone gearbeitet wird, denn die Baumaschinen und das Material werden auf den nächstgelegenen Parkplätzen gelagert, das sind der Viehmarktplatz (vor der Zeitung) und der Platz an der Höfener Straße und der Stadtmauer. Diese Parkplätze werden ab spätestens 14. März entfallen. Auch die vier Parkplätze direkt vor dem Zeitungsgebäude werden für die Allgemeinheit gesperrt. Sie sollen reserviert werden für Lieferdienste wie DHL, UPS oder TNT, die von dort aus ihre Pakete per Sackkarren zu den Geschäften transportieren sollen, sagt Birgit Pfleiderer vom Ordnungsamt der Stadt im Gespräch mit unserer Zeitung. Julia Maier, Pressesprecherin der Stadt, empfiehlt Autofahrern dringend die Markthaustiefgarage: „Von dort hat man zu Fuß immer Zugang zu allen Geschäften der Marktstraße.“

Der zweite Bauabschnitt vom Marktplatz bis zur Kirchgasse wird gut machbar, weil auf beiden Straßenseiten noch Platz sein wird für Fußgänger.

Schwieriger wird der dritte Bauabschnitt. Während dieser Bauarbeiten werden Fußgänger Umwege gehen und im Zweifelsfall Stege nutzen müssen, um zu bestimmten Geschäften zu gelangen.

Im vierten Bauabschnitt zwischen Brunnenstraße und Viehmarktplatz wird es genauso eng. Fußgänger werden nur auf der Seite von Rebeccas Feinkost passieren können und müssen zum Beispiel zum Eiscafé Venezia ganz venezianisch über einen Steg schreiten - das Straßencafé vor der Eisdiele wird allerdings in der intensiven Baggerzeit nicht in Betrieb sein.

18 Meter Höchstlänge für die Baugrube

Vorteil der Marktstraßenbaustelle: Es sind kleine Bauabschnitte, und selbst innerhalb dieser etwa 50 Meter langen Abschnitte darf das Bauloch selbst nicht länger als 18 Meter sein. Dies erklärte Birgit Pfleiderer vom Ordnungsamt der Stadt Winnenden im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Brandschutz gibt die 18 Meter vor. Während der ganzen Bauzeit müsse jedes Haus in der Marktstraße mit der Drehleiter der Feuerwehr erreichbar sein.

Der Wonnetag am 8. Mai ist ein kleiner Einschnitt in die Bauarbeiten. An dieem Tag wird gefeiert in der Stadt. Die Baustelle wird minimiert, zugedeckt und eingezäunt.