Winnenden

Valentinstag: Wie sich Blumen Luckert in Winnenden auf den 14. Februar vorbereitet

Valentinstag
Floristin Iris Hummel bereitet Rosen für den Verkauf vor. © Gaby Schneider

Am Montag ist Valentinstag. Für viele Paare ist es an diesem Tag Brauch, sich ein paar Rosen, einen Blumenstrauß oder andere Aufmerksamkeiten zu schenken.

Möglicherweise bricht der ein oder andere beim Lesen dieser Zeilen in Panik aus, wenn er den 14. Februar (wie in jedem Jahr) vergessen hätte. Doch keine Sorge: Die Blumenfachgeschäfte sind gewappnet, auch für einen kurzfristigen Besuch.

Ware auspacken, Rosen anschneiden, Dornen entfernen, Sträuße binden

Bei Blumen Luckert an der Schwaikheimer Straße wird seit Freitag geschafft, was das Zeug hält. „Wie viel Arbeit das ist, glaubt kein Mensch. Wir packen die Ware aus, schneiden die Rosen an, entfernen Blätter und Dornen. Damit sind wir Stunden beschäftigt. Erst danach richten wir die Sträuße“, erzählt Uwe Luckert, der die Gärtnerei führt.

Das alles geschieht zusätzlich zum Alltagsgeschäft. „Mehr Personal haben wir nicht im Einsatz. Aber es wird am Samstag sicher die ein oder andere Überstunde anfallen“, weiß er aus jahrelanger Erfahrung.

Der ideale Termin wäre der Freitag

Nicht ganz glücklich ist der Blumenhändler damit, dass der Valentinstag in diesem Jahr auf einen Montag fällt. „Der ideale Tag ist der Freitag. Die Männer machen an diesem Tag früher Feierabend, kommen dann vorbei und kaufen etwas zum Valentinstag“, erzählt er.

An Montagen wird länger gearbeitet, der Valentinstag im Stress möglicherweise sogar vergessen. Trotzdem gilt: Für Blumenfachhändler ist der 14. Februar einer der lukrativsten Tage im Jahr. „Stärker von der Wertigkeit ist eigentlich nur der Muttertag“, sagt Uwe Luckert.

Der Umsatz am Valentinstag sei in den vergangenen Jahren trotzdem zurückgegangen. „Ein Grund dafür ist unter anderem, dass zum Valentinstag mittlerweile auch in Supermärkten Rosen, Sträuße und Parfüms angeboten werden“, erzählt er.

Online-Blumenhändler als Konkurrenz? „Eher in Großstädten ein Thema“

Dass auch online immer mehr Anbieter Sträuße, Rosen, Pflanzen und mehr verkaufen, hat auf den Winnender Betrieb an der Schwaikheimer Straße wohl eher keine Auswirkungen. „Ich denke, dass das eher in Großstädten ein Thema ist. Im ländlicheren Bereich, wie hier in Winnenden, kommen die Leute schon noch direkt zum Blumenhändler“, antwortet Luckert.

Von Kunden hat er im Blumengeschäft schon gehört, dass sie mit ihren Bestellungen aus dem Internet nicht zufrieden waren, da die Ware bei Ankunft nicht mehr den frischesten Eindruck gemacht hat.

Rosen sind nach wie vor der Renner, aber auch Frühlingssträuße werden gekauft

Damit die Luckertschen Blumen auch am Valentinstag und darüber hinaus möglichst lange frisch bleiben, wird hauptsächlich erst am Samstag vorbereitet. „Wir bestellen circa zehnmal mehr rote Rosen, als üblich“, nennt der Chef eine Zahl. Die rote Rose ist nach wie vor der Renner am Valentinstag. „Aber auch Frühlingssträuße oder gemischte Sträuße, in denen Rosen drin sind. Pflanzen werden eher weniger gekauft“, weiß er. Aufgefallen ist dem Blumenhändler, dass das Geschäft in der Pandemie wieder anzieht. „Vielleicht ist es den Leuten durch Corona wieder mehr ins Bewusstsein gerückt, an andere zu denken und ihnen eine Kleinigkeit zu schenken“, vermutet Uwe Luckert. Das hat den Blumenexperten überrascht, denn zu Beginn der Pandemie war im Geschäft fast nichts los. „Das hat sich inzwischen geändert. Die Leute fahren aufgrund der Pandemie nicht in den Urlaub. Sie besinnen sich auf ihren Garten statt auf Mallorca. Das merken wir auch.“

Nicht spurlos vorbei gehen am Blumenfachgeschäft jedoch die gestiegenen Heizungs- und Spritkosten. Blumentransporte sind in letzter Zeit deutlich im Preis gestiegen. Ein Fakt, den auch die Kunden beim Kauf der ein oder anderen Pflanze merken werden.

Am Montag ist Valentinstag. Für viele Paare ist es an diesem Tag Brauch, sich ein paar Rosen, einen Blumenstrauß oder andere Aufmerksamkeiten zu schenken.

Möglicherweise bricht der ein oder andere beim Lesen dieser Zeilen in Panik aus, wenn er den 14. Februar (wie in jedem Jahr) vergessen hätte. Doch keine Sorge: Die Blumenfachgeschäfte sind gewappnet, auch für einen kurzfristigen Besuch.

Ware auspacken, Rosen anschneiden, Dornen entfernen, Sträuße binden

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