Winnenden

Warnung vor Bussard-Angriffen in Winnenden: Wie man sich schützen kann

Bussard
Ein Bussard. Nabu-Sprecher William Patrick vermutet, dass sich momentan bis zu zehn Greifvögel in Winnenden aufhalten. © analogicus/pixabay

Die Stadt warnt Jogger, Radfahrer und alle anderen, die in der Nähe von Waldgebieten etwas schneller unterwegs sind: Vorsicht vor angriffslustigen Vögeln. Bei der Stadtverwaltung hat sich ein Bürger gemeldet, der einen Bussard-Scheinangriff im Waldgebiet bei Hertmannsweiler gemeldet hat. Die Stadt wendet sich nun per Pressemitteilung an Freizeitsportler und Wanderer: Obacht geben in der Nähe von Waldgebieten.

Ende Mai sind Bussarde und Co besonders wachsam

Ende Mai sind die Greifvögel demnach besonders wachsam und verteidigen ihr Revier, auch gegenüber Menschen, die keine bösen Absichten haben und nur joggen oder Fahrrad fahren.

Jungbussarde bleiben nach dem Schlüpfen laut der Pressemitteilung oft noch bis Juli in den Nestern.

Ihre Eltern verhalten sich in dieser Zeit besonders instinktiv und stufen sich schnell fortbewegende Menschen als Bedrohung ein. Spaziergänger sind hingegen weniger Ziel für derlei Angriffe. „Wenn man sich in die Tiere hineinversetzt, dann ist das auch ein Stück weit verständlich. Der Mensch kümmert sich schließlich auch um Babys und schützt sie vor möglichen Gefahren“, sagt William Patrick, Pressesprecher der Nabu-Ortsgruppe am Telefon.

Kommt es tatsächlich zu einem Angriff, kann es schmerzhaft werden

Mit Scheinangriffen wollen die Greifvögel unter anderem Radfahrer und Jogger vertreiben. Richtig gefährlich wird es üblicherweise nicht. Allein der Anflug eines solchen Tieres in Richtung Kopf ist jedoch oft beängstigend. Nabu-Sprecher William Patrick erzählt, dass er auch schon von tatsächlichen Angriffen gehört hat. „Wenn ein Mäusebussard mit seinen Klauen den Kopf angreift, dann ist das natürlich schmerzhaft“, weiß er. Glücklicherweise bleibe das allerdings eher die Seltenheit.

„Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel“, sagt William Patrick vom Nabu. Wenn jemand sich schnell im Gebiet der Tiere bewegt, dann setzen sich diese, je nach Gefühlslage, zur Wehr. Ganz vermeiden lassen sich solche Angriffe nicht. Dennoch gibt es Tipps, die Freizeitsportler beachten können. „Man könnte natürlich eine Ausweichstrecke nutzen“, so Patrick.

Wer das jedoch nicht machen möchte, der könne einen Stock oder einen Schirm mitnehmen, da Bussarde in der Regel den höchsten Bereich des Ziels attackieren. „In diesem Fall wäre das dann die Spitze des unaufgespannten Schirms“, erklärt der Nabu-Sprecher. Auch ein Hut oder eine Mütze kann helfen. „Generell ist es ratsam, den Waldesrand zu beobachten, bevor man näher kommt. Am besten verringert man dort auch das Tempo.“

Auch die Farbe der Kleidung kann die Tiere reizen

Die Stadt empfiehlt zudem, die Kleidung eher in gedeckten Farben zu wählen. In jedem Fall nicht zu grell, da die Bussarde auch darauf reizbar reagieren können. Kommt es zum Angriff, sollte man auf keinen Fall stehen bleiben oder nach dem Tier schlagen. Am besten man entfernt sich langsam aus dem unmittelbaren Nestbereich, dann fliegen die Tiere keine Attacken mehr.

Der in Baden-Württemberg weit verbreitete Mäusebussard brüte in geschlossenen Baumbeständen wie Laub- und Mischwäldern, Feldgehölzen und Baumgruppen. In diesen Bereichen ist in den Monaten von Mai bis Juli damit zu rechnen, dass Nester auch in der Nähe der Wege bebrütet werden.

Die Stadt warnt Jogger, Radfahrer und alle anderen, die in der Nähe von Waldgebieten etwas schneller unterwegs sind: Vorsicht vor angriffslustigen Vögeln. Bei der Stadtverwaltung hat sich ein Bürger gemeldet, der einen Bussard-Scheinangriff im Waldgebiet bei Hertmannsweiler gemeldet hat. Die Stadt wendet sich nun per Pressemitteilung an Freizeitsportler und Wanderer: Obacht geben in der Nähe von Waldgebieten.

Ende Mai sind Bussarde und Co besonders wachsam

Ende Mai sind die

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper