Winnenden

Was baut die Stadtbau Winnenden gerade und was ist noch in Planung?

Buchenhain-Wohnhaus
Demnächst können die Mieter einziehen: Haus am Buchenhain im Schelmenholz. © Habermann

Wohnen wird teurer, und die Gruppe derer, die mit ihrem Einkommen aus Arbeit keine Marktpreise für die Miete bezahlen können, wächst. Auch die Zahl der Flüchtlinge, die in der Verantwortung der Stadt sind, nimmt noch zu. Um allen angemessenen Wohnraum zu verschaffen, baut die Stadt an mehreren Stellen und plant währenddessen schon die nächsten Projekte. Angela Eberl, stellvertretende Leiterin der Stadtbau, erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung die Projekte.

Fast fertig ist das schicke rote Haus an der Robert-Boehringer-Straße 2, in dem acht Wohnungen gebaut wurden, und das um die 2 Millionen Euro kosten soll.

17 Wohnungen am Buchenhain im Schelmenholz sind auch in nächster Zeit bezugsfertig. Das Projekt steht auf einem Grundstück, das die katholische Kirche der Stadt überlässt, und es wurde auf Wunsch von Nachbarn deutlich kleiner gebaut, als zunächst gedacht.

Im Haus Palmerstraße 29 kauft die Stadt vom Bauherrn vier Wohnungen ab, um weniger Betuchten Wohnraum zu verschaffen.

Auch im Haus Schiefersee 4, das die Kreisbau gebaut und dessen Wohnungen sie an private Eigentümer verkauft hat, hat die Stadtbau vier Wohnungen erworben, die sie als Sozialwohnungen nutzt, obwohl sie nicht gerade ideal für diesen Zweck geschnitten sind.

Wohnheim in der Ruitzenmühle: Architektenpläne beschlossen

Was kommt als Nächstes? Wahrscheinlich das Flüchtlingsheim in der Ruitzenmühle. Der Gemeinderat hat diese Woche gerade die Architektenpläne für das Wohnheim genehmigt, allerdings nicht einstimmig. Drei FDP-Stadträte stimmten gegen den Entwurf, denn sie sind mit den Baukosten nicht glücklich. 1,8 Millionen Euro werden für 315 Quadratmeter Wohnfläche eingeplant. „Das erschrickt mich“, sagt Stadtrat Diethard Fohr und rechnet aus, dass der Quadratmeter Wohnfläche dann 5800 Euro kostet. Bestimmte Belange der Nachbarn wurden teilweise berücksichtigt. Ein Sichtschutzzaun mit Rankpflanzen ist eingeplant und ein hohes, dichtes Geländer an der Außentreppe ebenso, wenn auch keine ganz geschlossene Wand. Die beiden Gebäude bekommen eine 147 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage auf die Dächer, die 42 Prozent des Strombedarfs der Gebäude abdecken soll. Baubeginn und Fertigstellungstermin sind noch nicht bekannt. Im Ruitzenmühle-Gebäude können künftig bis zu 17 Personen wohnen, aufgeteilt auf zwei Wohnungen und elf Einzelzimmer. Angela Eberl rechnet damit, dass sie Flüchtlinge unterbringen wird, die bereits jetzt in Winnenden leben und sich integrieren.

Für ein weiteres anstehendes Projekt der Stadtbau hat der Gemeinderat diese Woche den Bebauungsplan angepasst. An der Hofkammerstraße in Birkmannsweiler soll irgendwann in den nächsten Jahren ein Flüchtlingswohnheim mit 17 Wohnungen gebaut werden. Diese Woche wurden die Architekten mit dem Planen beauftragt. FDP-Stadträtin Nicole Steiger stimmte mit Nein, die große Mehrheit mit Ja.

Auf der Festwiese weiter unten am Buchenbach in Birkmannsweiler ist noch ein Flüchtlingswohnheim geplant, das eventuell früher fertig wird, weil beschlossen wurde, es in Modulbauweise zu bauen.

Stadt und Stadtbau sind auf die vielen Neubauten angewiesen, weil sie viele Flüchtlinge vom Landkreis übernehmen und weil andere Mietverträge für Flüchtlingswohnungen auslaufen.

Wohnen wird teurer, und die Gruppe derer, die mit ihrem Einkommen aus Arbeit keine Marktpreise für die Miete bezahlen können, wächst. Auch die Zahl der Flüchtlinge, die in der Verantwortung der Stadt sind, nimmt noch zu. Um allen angemessenen Wohnraum zu verschaffen, baut die Stadt an mehreren Stellen und plant währenddessen schon die nächsten Projekte. Angela Eberl, stellvertretende Leiterin der Stadtbau, erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung die Projekte.

Fast fertig ist das

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