Winnenden

Was geschieht für den Klimaschutz?  Eine Selbsteinschätzung der Stadt Winnenden

Klimaschutz
Fotovoltaik auf dem Wasserwerk an der Schwaikheimer Straße: Winnenden unternimmt Manches für den Klimaschutz, aber es reicht nicht so weit, dass die Stadt bald klimaneutral würde. © Benjamin Büttner

Wie wichtig ist der Klimaschutz für die Stadt Winnenden? Am Mittwoch ist unserer Zeitung folgende Presseerklärung der Stadt zu diesem Thema zugegangen: „Die kommunalen Landesverbände und das Land Baden-Württemberg haben das Klimaschutzpaket fortgeschrieben. In ihm bekennen sich Landkreistag, Städtetag und Gemeindetag zur Vorbildwirkung der öffentlichen Hand beim Klimaschutz und zum Ziel, bis 2040 eine weitgehend klimaneutrale Verwaltung zu erreichen. Die Stadt Winnenden hat nun ihrerseits die unterstützende Erklärung unterzeichnet.“ Um es klar zu sagen: 2040 – das ist in 19 Jahren. Und bis dahin wird nicht die ganze Stadt klimaneutral, nur die Stadtverwaltung, und die auch nicht unbedingt ganz, sondern „weitgehend“.

Am 29. September 2020 hatte der Gemeinderat Winnenden der Unterzeichnung der unterstützenden Erklärung zum 3. Klimaschutzpaket des Landes zugestimmt. Damit hat es sich die Stadt zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 eine weitgehend klimaneutrale Verwaltung zu erreichen.

Bereits in der Vergangenheit hatte der Klimaschutz in Winnenden laut Stadtverwaltung große Bedeutung. Gemeinsam mit den Stadtwerken wurden Fern- und Nahwärmekonzepte für erneuerbare Energien entwickelt, in Fotovoltaikanlagen investiert und seit 1996 ist die Stadt Mitglied im Klima-Bündnis, woraus ein kontinuierliches Energie-Controlling resultierte. Auch in der Zukunft seien weitere Projekte geplant, schreibt die städtische Pressesprecherin, und wörtlich verspricht die Stadtverwaltung: „Die vom Gemeinderat beschlossenen elf Handlungsfelder, sollen in den kommenden Jahren weiter umgesetzt werden.“

Mit dem dritten Klimaschutzpakt stellt das Land im kommenden Jahr Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 27 Millionen Euro zur Verfügung. Kommunen, die eine Unterstützungserklärung abgeben, haben die Möglichkeit, erhöhte Förderquoten im Rahmen der Förderprogramme „Klimaschutz-Plus“ und „Klimopass“ zu erhalten. Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, Bürgermeister Norbert Sailer und der städtische Umweltschutzbeauftragte Jürgen Kromer haben die unterstützende Erklärung gerne unterzeichnet: „Neben der Bekämpfung der Pandemie wird uns das Jahr 2021 auch vor weitere Herausforderungen, wie den globalen Klimaschutz stellen. Hier als Stadt einen wichtigen Beitrag zu leisten, liegt uns sehr am Herzen.“