Winnenden

Wenn die Wildsau gewühlt hat, gibt's in Winnenden und Berglen Hilfe

Symbolbild Wildschwein Blaulicht symbol
Symbolbild. © ZVW/Gabriel Habermann

Wildschweine können in einer Nacht ganze Wiesen umgraben und damit für Landwirte enorme Schäden anrichten. Um durchwühlte Wiesen und Felder wieder einebnen zu können, stellt die Jagdgenossenschaft Winnenden den Jagdpächtern ein Wiesenpflegegerät, einen sogenannten „Wiesenbüffel“, zur Verfügung. Das teilt die Stadt Winnenden in einer Mail an die Presse mit.

Der „Wiesenbüffel“ hat 2,5 Meter Arbeitsbreite. Mit einem Traktor wird er über die Wiese gezogen, um die Erde aufzulockern, Samen einzusäen und den Boden gleich wieder zu glätten. Er greift nicht direkt in den Grund ein, sondern gleitet über die Grasnarbe und bearbeitet somit nur die überstehenden beziehungsweise aufgeworfenen Wiesenteile.

Der „Wiesenbüffel“ wird den Eigentümern von Grundstücken im Außenbereich in Winnenden kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch die Grundstückseigentümer der Gemeinde Berglen dürfen diesen leihen, bezahlen aber zehn Euro. Im Gegenzug können die Winnender Jagdgenossen den kleineren und etwas leichteren Wiesenhobel der Gemeinde Berglen, welcher besonders für Streuobstwiesen geeignet ist, gegen eine Gebühr von zehn Euro ausleihen. Der benötigte Traktor muss selbst organisiert werden. Der neue „Wiesenbüffel“ ist einsatzbereit und bei Herrn Bauer (0 71 95/7 12 49) im Aidehof untergebracht. Er kann nach Absprache ausgeliehen werden.

Manche erinnern sich vielleicht: Bereits 2016 hatte sich der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats als Jagdvorstand entschieden, mit den Jagdpachteinnahmen einen „Wiesenbüffel“ zu finanzieren, auch zusammen mit Berglen. Nachdem am alten „Wiesenbüffel“ Reparaturen anfielen, lohnte sich aus wirtschaftlicher Sicht die Anschaffung eines neuen Gerätes.