Winnenden

Winnenden: Metal-Festival im September, Freedom Call und Brainstorm Headliner

Heavy Metal Festivals WGM
Jens Tichatschke und Julia Schmid mit Festival-Werbung vor der Hermann-Schwab-Halle, wo die Heavy-Metal-Konzerte stattfinden. © ALEXANDRA PALMIZI

Das zweite Winnender Metal-Festival steht bevor, es wird vom 15. bis 17. September in der Hermann-Schwab-Halle abgehen. Der kleine, aber rührige Veranstalterverein „Winnenden goes Metal“ hat alle Genehmigungen von der Stadt erhalten (nur die für das Musikende um 23.30 Uhr am Freitag und Samstag war nicht ganz einfach zu bekommen) und die logistischen Vorbereitungen erledigt.

Jetzt ist noch mal Luftholen angesagt, bevor Anfang September die heiße Phase der Werbung beginnt. „Wir freuen uns schon tierisch darauf“, sagt der Vorsitzende Jens Tichatschke (46), der mit seinem schwarzen Bus zum Pressegespräch vor die Hermann-Schwab-Halle gefahren ist. Darauf prangt in Weiß und Rot, in was der Malermeister einen Großteil seiner Freizeit investiert, samt Logo, einem gar grauslich das Maul aufreißenden grünen Drachen mit Gitarren in den Klauen. Oft steht der Bus am Seehaldenweg in Höfen, in der Nähe wohnt der Vereinschef.

Festival-Gäste können campen

So professionell wie das Auto beklebt ist, geht’s weiter. Tichatschke und Julia Schmid (36), die bei der Organisation mithilft und Mitte September die Bands betreuen wird, tragen das schwarze Crew-T-Shirt mit Vereinslogo und posen fröhlich mit Sonnenbrille und Metal-Geste für die Fotografin. Eigentlich sind diese zwei ruhigen Menschen das totale Gegenprogramm zum wilden Monstersound-Image ihrer bevorzugten Musik. Aber eigentlich hat die gesamte Szene einen friedfertigen Ruf, obwohl traditionell Bier in Strömen konsumiert wird.

„Wir bieten dieses Mal Tagestickets an oder ein Zweitagesticket, das man auch noch um einen Zelt- oder Wohnmobilplatz erweitern kann“, schildert Jens Tichatschke, wie sich der Ticketvorverkauf (ausschließlich online über www.wgm-festival.de) gestaltet. „Dank der Stadt dürfen wir den Parkplatz neben dem Mineralfreibad Höfen für Wohnmobile und eine Privatwiese für die mit Zelt ausweisen, aber es geht nur mit Anmeldung“, warnt der 46-Jährige vorsorglich vor. Sanitäre Anlagen vom Bädle können genutzt werden, und es wird ein Shuttle von Römer-Reisen für die Metaller geben, damit sie nachts nicht durch die Stadt pilgern müssen.

Am Donnerstagabend wird’s im Foyer der Hermann-Schwab-Halle eine Warm-up-Party mit Musik vom Band geben, „ganz entspannt, von 18 bis 23 Uhr“, sagt Jens Tichatschke. Die Essensstände beziehen im Stadtgarten Position, Getränke und Merchandise (T-Shirts, Platten und so weiter) befinden sich in der Halle. Der erste richtige Festival-Tag wird um 15.30 Uhr beginnen, auf dem beeindruckenden Line-up steht lustigerweise auch die Band Past Alaska. „Die Schülerband des Lessing-Gymnasiums Winnenden, die 2020 ein Hardrock-Programm spielen wollte, hat sich extra noch mal zusammengefunden und holt das jetzt nach.“ Corona hatte die zweite Auflage des Festivals vereitelt, die 180 Fans, die damals schon Karten hatten, haben sie ganz überwiegend behalten, an die Pinnwand geheftet und geduldig gewartet. „Ein paar Bands unseres damaligen Line-ups haben sich wegen Corona ganz aufgelöst“, berichtet Tichatschke, dennoch ist er mit dem, was er den Heavy-Metal- und Hardrock-Fans ersatzweise bieten kann, mehr als zufrieden. „Bis auf Grimgod aus Thüringen kommen alle aus dem süddeutschen Raum, aber das war Zufall“, sagt er, der auf Festivals und Konzerten in Deutschland und Europa unterwegs ist, wenn es denn welche gibt.

Headliner: Freedom Call und Brainstorm

Headliner am Freitag, 16. September, ist die Band Freedom Call, Mystic Prophecy der sogenannte Co-Liner. Am Samstag werden die Gäste ebenfalls ab 15.30 Uhr etwas auf die Ohren kriegen, bis Co-Liner Mission in Black (die Sängerin Steffi Stuber hatte Auftritte bei Voice of Germany) und Headliner Brainstorm die Halle zum Kochen bringen.

„Wir können locker noch 300 bis 400 Karten verkaufen“, sagt Jens Tichatschke und hofft, dass sich die guten Erfahrungen vom ersten Festival im Jahr 2018 sowie das bestens besuchte Konzert mit vier Metal-Bands in der Alten Kelter Mitte Mai dieses Jahres weiter herumsprechen.

Durch Mundpropaganda kam auch Julia Schmid zum Verein, die von einem Freund hörte, wie gut Mini-Wacken Winnenden organisiert gewesen sei. „Ich wollte schon lange mal bei so was mitmachen und das Planen liegt mir auch.“

Krass, dass die nur 22 Vereinsmitglieder aus Familie, Freundes- und Fankreisen noch mal so viele ehrenamtliche Helfer zusammenbringen. „Auch die Rockinitiative Leutenbach, der Verein Metal Maniacs und die Weltenbummler aus Höfen unterstützen uns“, freut sich Tichatschke. „Wir versprechen, sie bekommen ein T-Shirt, werden viel Spaß haben und gut verpflegt werden.“

Dass die Bands überzogene Ansprüche haben, damit muss Julia Schmid als Betreuerin nicht rechnen. „Eine hat geschrieben: Metal, Bier und Fleisch, mehr wollen wir nicht“, erzählt sie schmunzelnd, „eine andere sagte: Hauptsache, das Bier läuft. Wir sind doch nicht Britney Spears.“

So, und wie war das jetzt zu Beginn, der Vereinschef freut sich „tierisch“ aufs Festival? Tiere werden letzten Endes sogar etwas von der Musik und ihren Fans haben: „Von jeder verkauften Karte spenden wir 1,50 Euro an den Tierschutzverein Winnenden und Umgebung.“ Das nennt sich dann „Metal für den guten Zweck“.

Das zweite Winnender Metal-Festival steht bevor, es wird vom 15. bis 17. September in der Hermann-Schwab-Halle abgehen. Der kleine, aber rührige Veranstalterverein „Winnenden goes Metal“ hat alle Genehmigungen von der Stadt erhalten (nur die für das Musikende um 23.30 Uhr am Freitag und Samstag war nicht ganz einfach zu bekommen) und die logistischen Vorbereitungen erledigt.

Jetzt ist noch mal Luftholen angesagt, bevor Anfang September die heiße Phase der Werbung beginnt. „Wir freuen

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