Winnenden

Winnenden warnt Eltern vor: Kita-Streik geht in die nächste Runde

Kita Streik Winnenden
„Wir sind es wert“ – Erzieherinnen streiken in Winnenden 2020. © Martin Schmitzer

In der kommenden Woche ist das Kita-Personal in der Region zum dritten Mal innerhalb von eineinhalb Monaten zum Streik aufgerufen. Auch Einrichtungen in Winnenden werden voraussichtlich wieder betroffen sein. Das kündigt die Stadtverwaltung an und bittet Eltern, Vorsorge zu treffen.

Derzeit finden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst im Bund und in den Kommunen für den Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste statt. Vor der dritten Verhandlungsrunde mit den kommunalen Arbeitgebern, die Mitte Mai in Potsdam stattfinden wird, mobilisieren die Gewerkschaften offenbar noch einmal das Personal.

Warnstreik am Mittwoch, 27. April

Wie die Stadtverwaltung erfahren hat, sind die Beschäftigten der kommunalen Kindertageseinrichtungen für Mittwoch, 27. April, zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sein könnten ebenfalls Einrichtungen der kommunalen Schulkindbetreuung, das heißt, die außerschulischen Betreuungsangebote wie die Rahmenbetreuung an den Grundschulen, die erweiterte Spätbetreuung und die Betreuung für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in der Tomate, berichtet die Rathaus-Pressestelle.

Anfang April blieben neun Kitas dicht

Am jüngsten Warnstreik am 5. April hatten sich laut Thomas Pfeifer vom Amt für Jugend und Familien insgesamt 57 Angestellte in den städtischen Kitas beteiligt. Neun Einrichtungen blieben geschlossen - deutlich mehr als beim ersten Streik am 8. März -, zwei konnten nur verkürzte Öffnungszeiten anbieten, acht hatten normal geöffnet.

In der Schulkindbetreuung hatte der Streik nach Angaben von Sybille Mack, die in Winnenden das Amt für Schulen, Kultur und Sport leitet, lediglich zwei Hortgruppen und zwei Gruppen der „verlässlichen Grundschule“ in der „Tomate“ am Bildungszentrum I betroffen. Der Großteil der Gruppen in Winnenden hatte hingegen regulär geöffnet.

Eltern wurden zuletzt rechtzeitig informiert

Bei den vergangenen Warnstreiks waren die Eltern von den jeweiligen Einrichtungen vorgewarnt worden. Wie viele Erzieherinnen und Betreuerinnen sich dieses Mal beteiligen, ist aber noch unklar.

In der städtischen Pressemitteilung werden die Eltern deshalb gebeten, Vorsorge für den Fall zu treffen, dass der Kindergarten oder die Einrichtung der Schulkindbetreuung ihres Kindes geschlossen bleibt. Es sei möglich, dass in mehrgruppigen Kindertageseinrichtungen der Betrieb in einer Gruppe stattfinden kann, eine andere Gruppe in derselben Einrichtung allerdings streikbedingt geschlossen bleibt. Dies sei davon abhängig, welche Erzieherinnen/Erzieher der einzelnen Einrichtungen sich am Streik beteiligten.

Kind zum Kindergarten begleiten

Die Stadtverwaltung bittet die betroffenen Eltern, ihr Kind zum Kindergarten und zur Schulkindbetreuung zu begleiten und sich zu vergewissern, ob der Betrieb stattfindet beziehungsweise ob die Gruppe eine Betreuung gewährleisten kann. Sofern Einrichtungen der Schulkindbetreuung bestreikt würden und geschlossen werden müssten, werde in der jeweiligen Einrichtung auch keine Essensausgabe erfolgen.

Für die Gewerkschaft Verdi stehen in der Verhandlungsrunde nach eigenen Angaben drei Schwerpunkte im Vordergrund. Dazu gehören die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit.

In der kommenden Woche ist das Kita-Personal in der Region zum dritten Mal innerhalb von eineinhalb Monaten zum Streik aufgerufen. Auch Einrichtungen in Winnenden werden voraussichtlich wieder betroffen sein. Das kündigt die Stadtverwaltung an und bittet Eltern, Vorsorge zu treffen.

Derzeit finden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst im Bund und in den Kommunen für den Bereich der Sozial- und Erziehungsdienste statt. Vor der dritten Verhandlungsrunde mit den kommunalen

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