Winnenden

Wunnebad Winnenden: Energiesparmodus vorbei? Wieder Schwimmkurse im Hallenbad

Wunnebad-Hallenbad
Eigentlich ist das Hallenbad geschlossen, doch die Utensilien am Beckenrand verraten: Hier herrschte bis eben noch Betrieb. © Alexandra Palmizi

Na so was! Seit Anfang dieser Woche herrscht im Hallenbad des Wunnebads wieder Betrieb. Dabei hieß es doch, das Becken sei bis zum Ende der Sommersaison Mitte September geschlossen. Das Gerücht machte die Runde, Vereine und Kurse dürften wieder rein, alle anderen Gäste aber nicht. Nutzer witterten darin einen Verstoß gegen den „Gleichbehandlungsgrundsatz“, alarmierte Mails erreichten die Verantwortlichen bei der Stadt und den Stadtwerken. Bäderleiter Sascha Seitz klärt auf: „Das Becken ist nur für Schwimmunterricht freigegeben, kein Vereinssport und keine anderen Kurse werden bis Ende der Sommerferien in diesem Becken stattfinden.“

Sascha Seitz: „Die Kinder mussten in der Corona-Krise schon genug hinnehmen“

Er erklärt das auch mit den Bauarbeiten im Wunnebad, die den Betrieb im Frühjahr 2023 stark einschränken werden: „Da wir durch den Um- und Neubau von Januar bis Ende April eine Schließzeit haben, können wir in dieser Zeit keinen Schwimmunterricht anbieten.“ In den vier Monaten wird lediglich der Eispark geöffnet sein. „Die Kinder mussten in der Corona-Krise schon genug hinnehmen. Wir wollten deswegen allein den Kindern die Möglichkeit bieten, bei uns das Schwimmen zu erlernen“, teilt Seitz mit.

Für die Schwimmkurse, die aktuell stattfinden, gebe es unter www.shop.wunnebad.de noch ein paar freie Plätze.

Energiesparmaßnahmen führten zur Schließung – und Personalmangel

Die Stadtwerke Winnenden hatten das Hallenbecken Ende Juni geschlossen, nachdem Wirtschaftsminister Robert Habeck die Alarmstufe Gas ausgerufen hatte. Stadtwerke-Chef Joachim Mulfinger hatte damals im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt: „Eine verträgliche Einschränkung ist, das Hallenbad während der Sommermonate ganz zu schließen, Lüftung, Umwälzpumpen und Beleuchtung sind starke Verbraucher.“

Heute begründet Sascha Seitz die Schließung allerdings auch mit Personalmangel bei den Stadtwerken Winnenden: „Mit Beginn des Sommers mussten wir, durch den Personalmangel, gewisse Einschränkungen vornehmen und haben uns entschieden mit Beendigung des Schwimmunterrichts der Schulen das Hallenbad bis auf weiteres zu schließen.“

Das Wasser aus dem Hallenbecken "unseren Bäumen gespendet"

Jetzt ist das Becken wieder befüllt und für die Schwimmkurse auf eine kindgerechte Wassertemperatur von 28 Grad erwärmt. Ob nun der Personalmangel oder die Energiekrise den Ausschlag gegeben hat – ist mit dem Sparen erst mal Schluss, Herr Seitz? „Wir haben sehr früh reagiert und die Temperatur schon am Anfang der Saison gedrosselt“, schreibt der Bäderleiter mit Bezug auf die Freibadbecken, „außerdem haben wir schon vor Wochen, bevor alle anderen auf die Idee kamen, das Wasser aus dem Hallenbecken unseren Bäumen gespendet.“

Wiederbefüllt worden sei dieses jetzt mit Wasser aus dem Freibad – „somit war es schon beheizt und mit Chemie versetzt“. Hinzu kommt die Schließzeit Anfang des Jahres, in der zwar einiges an Energie aufgewendet wird, um den Umbau des Wunnebads entscheidend voranzutreiben, nicht aber für den ausgesetzten Badbetrieb.

Kinder sollen schwimmen lernen – dagegen lässt sich wenig sagen

Von einer „Entscheidung gegen das Energiesparen“ will Sascha Seitz also nichts wissen, auch wenn jetzt zwei Wochen früher als angekündigt wieder Energie ins Hallenbad fließt. Es steht eben ein anderes, wichtiges Interesse dagegen: „Kindern das Schwimmen beizubringen ist für uns aber sehr wichtig und somit gibt es nicht viele Punkte dagegen.“

Das dürfte auch diejenigen besänftigen, die im Wirrwarr um steigende Gas-, Strom-, Benzin- und sonstige Preise die nächste Ungerechtigkeit gewittert haben.

Na so was! Seit Anfang dieser Woche herrscht im Hallenbad des Wunnebads wieder Betrieb. Dabei hieß es doch, das Becken sei bis zum Ende der Sommersaison Mitte September geschlossen. Das Gerücht machte die Runde, Vereine und Kurse dürften wieder rein, alle anderen Gäste aber nicht. Nutzer witterten darin einen Verstoß gegen den „Gleichbehandlungsgrundsatz“, alarmierte Mails erreichten die Verantwortlichen bei der Stadt und den Stadtwerken. Bäderleiter Sascha Seitz klärt auf: „Das Becken ist

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper