Winnenden

Zirbenwald schließt an Weihnachten

zirbenwald
Matthias und Jasmin Klingler: Der Zirbenwald macht ab 25. Dezember Babypause. © Regina Munder

Das Laden-Café Zirbenwald wird nur noch bis einschließlich Heiligabend, 24. Dezember, geöffnet haben. Der Grund dafür verbirgt sich in Jasmin Klinglers kugelrundem Bauch: „Ich kann’s nicht mehr verheimlichen. Ich gehe in die Babypause.“

Oha, hat da die Umstellung des Sortiments auf Kinderkleidung abgefärbt? Dies und der Schwerpunkt auf Lebensmittel aus Österreich und Südtirol erfolgte, um das Geschäft auch im zweiten Lockdown weiterbetreiben zu können.

„Nein, an den Kindersachen lag es nicht“, sagt die 40-jährige Winnenderin lachend. „Eher hat die ruhige Zeit ohne Café bei mir gefruchtet.“ Bei aller Vorfreude auf das Kind, es soll Anfang Februar zur Welt kommen, ist ihr aber nicht so sehr zum Lachen zumute: Am 24. Dezember ist der letzte Tag. Und nach der Babypause eröffnet der Zirbenwald auch nicht mehr an der Ringstraße 32. „Die Kunden werden mir fehlen“, sagt Jasmin Klingler. „Es war echt eine schwere Entscheidung.“

Vorerst geht der Handel online weiter

Ihr Mann Matthias betont, dass die Firma weiterexistiert: „Wir werden mit einem neu aufgesetzten Online-Shop weitermachen.“ Aber der Zirbenwald soll nicht für immer im Internet bleiben, denn Matthias Klingler weiß: „Von der Atmosphäre her ist der Online-Handel kein Ersatz für solch einen Laden.“ Weder der Duft der Zirbe lässt sich da vermitteln, noch kann Jasmin Klingler die Leute gewohnt intensiv beraten.

Die geborene Stuttgarterin ist nach der Ausbildung zur Großhandels- und Außenhandelskauffrau gleich ins Ausland ins Hotel- und Gastgewerbe gegangen, weil sie mit Menschen zu tun haben wollte. In Winnenden arbeitete sie im Pois-Hofladen mit. Ihre ersten Schritte als Selbstständige machte sie online, fand dann aber vor etwa fünf Jahren einen Galeristen, mit dem sie zusammen im Hotel Central einen Laden betrieb, bevor sie den Aushang in der ehemaligen Bankfiliale an der Ringstraße entdeckte.

„Wir wollen irgendwann wieder ein Geschäft eröffnen, gerne wieder mit einem Kooperationspartner“, beteuern Jasmin und Matthias Klingler. Sie werden zurückkommen ins Winnender Geschäftsleben, wenn auch nicht an derselben Stelle.

Regale sind voll, Rabatte gibt’s nicht

„Zwei Monate oder länger überbrücken, mit Angestellten, das hätten wir finanziell nicht gestemmt“, sagt Matthias Klingler, „erst recht nicht nach Corona. Wir hatten keine Reserven“, ergänzt seine Frau. Im Keller haben Klinglers am meisten investiert, neue WCs eingebaut für das in Winnenden noch weitgehend unbekannte Konzept Laden-Café. „Das Lager unten werden wir noch eine Weile nutzen dürfen“, sagt Matthias Klingler. Die Regale sind gut gefüllt, versichert seine Frau. Wegen des Online-Handels im Anschluss wird es auch keinen Abverkauf oder irgendwelche Rabatte geben. „Die Gewinnspanne bei unseren Produkten, die oft aus kleinen Manufakturen stammen, ist nicht so hoch wie bei anderen Waren“, sagt Matthias Klingler.

Das Laden-Café Zirbenwald wird nur noch bis einschließlich Heiligabend, 24. Dezember, geöffnet haben. Der Grund dafür verbirgt sich in Jasmin Klinglers kugelrundem Bauch: „Ich kann’s nicht mehr verheimlichen. Ich gehe in die Babypause.“

Oha, hat da die Umstellung des Sortiments auf Kinderkleidung abgefärbt? Dies und der Schwerpunkt auf Lebensmittel aus Österreich und Südtirol erfolgte, um das Geschäft auch im zweiten Lockdown weiterbetreiben zu können.

„Nein, an den

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