Winterbach

Aufzüge am Bahnhof in Winterbach erst im Mai fertig: Bürgermeister Müller sauer

Aufzug Bahnhof
Dieses Foto ist von Mitte Dezember 2021, seitdem hat sich nicht viel an der Aufzugsbaustelle getan. © Gabriel Habermann

Die Bahn bestätigt in Winterbach das eigene Klischee: Sie hat Verspätung. Statt schon Ende März oder im April soll der Bau der neuen Aufzüge am Bahnhof nun bis Mai dauern. Die Gründe sind etwas nebulös. Bürgermeister Sven Müller äußert im Gemeinderat seinen Ärger und erwähnt dabei auch  die Telekom, die schon seit mehr als einem Jahr einen neuen Mobilfunkmast nicht an den Start bekommt.

Am Winterbacher Bahnhof wird seit Mitte November an der Aufzugsanlage gearbeitet. Die alten Aufzüge waren seit Jahren fehleranfällig, blieben immer öfter stecken und machen oft sogar ein Eingreifen der Feuerwehr nötig, die Menschen aus den Kabinen befreien musste. Erst hatte die Bahn den Start der Bauarbeiten für den Sommer 2021 angekündigt, dann von Oktober gesprochen, bevor es im November schließlich losging.

Seitdem sind die Gleise am Bahnhof nur über die Treppen des Stegs dort zu überqueren. Wer mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs oder einfach nicht gut zu Fuß ist oder einen Kinderwagen dabei hat, muss weite Umwege über die Ortsmitte oder die Unterführung bei der Salierhalle gehen.

Verzögerungen hatten sich schon Mitte Januar angedeutet

Es war zunächst von einer Bauzeit von sechs Monaten die Rede. Dann kündigte die Bahn den Abschluss aber für April an. Und in einem Gespräch mit unserer Zeitung sagte Michael Groh, der Leiter des Regionalbereichs Südwest Station&Service, sogar: Wenn alles gut laufe, sei man Ende März fertig. Nun soll es also Ende Mai werden, womit doch die zu Beginn veranschlagten sechs Monate Bauzeit erreicht wären.

Das hatte sich schon angedeutet, denn eigentlich war der Einbau der neuen Schachtgerüste, also der Türme, in denen die Aufzugkabinen hängen, schon für Mitte Januar angekündigt. Bisher steht am Winterbacher Bahnhof aber nichts.

Die Bahn schreibt jetzt in einer Pressemitteilung zu der Verzögerung: „Bevor die neuen Aufzugstürme eingehoben werden können, muss der Aufzugschacht angepasst werden. Leider muss diese Anpassung durch die ausführende Baufirma korrigiert werden, so dass der Bauablauf zeitlich angepasst werden musste.“

Erfahrungen mit Bahn und Telekom „nicht so positiv“

Im Gemeinderat sprach der Winterbacher Bauamtsleiter Rainer Blessing nun von „Lieferschwierigkeiten und solchen Dingen“, mit denen die Bahn die Verzögerung gegenüber der Gemeindeverwaltung begründet habe.

Bürgermeister Sven Müller drückte daraufhin seinen Ärger aus: Die Sache hinterlasse einen „ein Stück weit sauer“. Mit den „ehemaligen Staatsbetrieben“ Bahn und Telekom seien leider die Erfahrungen immer wieder „nicht so positiv“.

Aktuelles Beispiel sei auch der Mobilfunkmast der Telekom in der Wattenbachstraße. Dieser steht schon seit mehr als einem Jahr. Aber bis heute sendet er nicht. Die Telekom hatte die Inbetriebnahme ursprünglich für Mai 2021 angekündigt. Kurz vor Jahresende hieß es dann: „im ersten Quartal 2022“.

„Ich weiß nicht, warum die das nicht hinkriegen“, sagte Sven Müller im Gemeinderat. Leider bekomme auch die Gemeindeverwaltung immer nur „Häppchen von Informationen“. Druck auszuüben bringe nichts, mehr könne man aber nicht machen, als immer wieder nachzufragen. Die Möglichkeiten, sich in diesen Sachen für die Bürgerinnen und Bürger einzusetzen seien sehr begrenzt.

Die Bahn hat jetzt den Einhub der Schachtgerüste per Kran auf die Nächte vom 15. auf den 16. und vom 16. auf den 17. Februar terminiert. Die Aktion muss nachts stattfinden, um den Bahnverkehr nicht zu gefährden.

Die Bahn bestätigt in Winterbach das eigene Klischee: Sie hat Verspätung. Statt schon Ende März oder im April soll der Bau der neuen Aufzüge am Bahnhof nun bis Mai dauern. Die Gründe sind etwas nebulös. Bürgermeister Sven Müller äußert im Gemeinderat seinen Ärger und erwähnt dabei auch  die Telekom, die schon seit mehr als einem Jahr einen neuen Mobilfunkmast nicht an den Start bekommt.

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Am Winterbacher Bahnhof wird seit Mitte November an der Aufzugsanlage gearbeitet. Die

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