Winterbach

Bewegung in der Ortsmitte Winterbach: Neuer Metzger und weitere Entwicklungen

Wolz Winterbach
In der neuen Filiale der Metzgerei Wolz in Winterbach: Seit dieser Woche gibt es in den ehemaligen Räumen der Metzgerei Schnabel wieder Wurst, Fleisch und Mittagessen zum Mitnehmen. © Gabriel Habermann

Die Winterbacher Ortsmitte bleibt lebendig. Gleich in drei Häusern mit Ladenräumen hat sich etwas getan oder tut sich derzeit etwas. Seit diesem Donnerstag gibt es wieder einen zweiten Metzger. Der Schorndorfer Familienbetrieb Wolz hat die Metzgerei Schnabel in der Hauptstraße 1 übernommen. In der Bahnhofsstraße zieht außerdem bald eine Fußpflegepraxis in schon länger leerstehende Räume, die seit dem Umzug von Optik Gmelin frei sind. Alfred Isak, der Betreiber des Eiscafés im Waschhäusle, wartet mit der Einrichtung seines geplanten Café-Bistros in der Brunnengasse noch ab.

Im Haus Brunnengasse 5 gibt es schon einen länger andauernden Leerstand, den der Wegzug des Brautmodengeschäfts dort hinterlassen hat. Inzwischen hat sich Alfred Isak eingemietet. Einer entsprechenden Nutzungsänderung für eine Eisproduktion und eine „Aperitivo-Bar“ hat der Gemeinderat bereits vor einiger sein Einvernehmen erteilt. Die Eisproduktion sei auch schon zu 90 Prozent fertiggestellt, sagt Isak auf Nachfrage unserer Zeitung.

Mit dem Café-Bistro warte er allerdings noch ab. „Ich traue mich den Schritt jetzt noch nicht ganz“, erklärt er. Es sei eine große Investition. Die Entwicklung der Corona-Pandemie und die möglicherweise wieder größer werdenden Einschränkungen für die Gastronomie seien schwer vorhersehbar. Die vierte Welle sei da: „Es wird nicht einfacher.“ Die Pandemie und die Krankheit müsse man ernst nehmen, betont Alfred Isak.

Kommenden Donnerstag, 25. November, will er auf jeden Fall im sogenannten Waschhäusle direkt an der Ortsdurchfahrt, wo er im Sommer Eis verkauft, wieder eröffnen. Dann gibt es dort wie schon im vergangenen Winter Waffeln, Punsch, Glühwein und Rote.

Neueröffnung von Metzgerei-Filiale „corona-unabhängig“

Für die Metzgerei Wolz hat das Thema Corona bei der Neueröffnung keine Rolle gespielt. Der Schorndorfer Familienbetrieb hat den neuen Laden an diesem Donnerstag eröffnet. Durch den Verkauf von Lebensmitteln gehört das Angebot der Metzgerei zur Grundversorgung und war nie von Schließungen durch die Pandemie betroffen. „Das war mit ein Grund, dass wir gesagt haben, wir machen die Neueröffnung corona-unabhängig“, sagt Geschäftsführer Christian Wolz.

Es habe zwar schon Einbußen beim Partyservice gegeben. Weil die Gastronomie jedoch lange eingeschränkt gewesen sei und die Leute mehr daheim gekocht hätten, habe man den Verlust aber durch den normalen Verkauf wieder reinholen können. Angebote wie Mittagessen zum Mitnehmen oder Fertigsalate seien sogar stärker gelaufen als normal.

Das Mittagstischangebot mit täglich zwei Tagesgerichten gibt es auch in der neuen Filiale in Winterbach, allerdings derzeit nur zum Mitnehmen. „Nach Corona können die Leute natürlich auch sehr gerne bei uns im Laden essen“, sagt Christian Wolz. Er führt mit seinem Bruder Oliver das Familienunternehmen seit 2008. Winterbach ist der vierte Wolz-Standort, es gibt außerdem zwei Filialen in Schorndorf und eine in Plüderhausen. „Wir waren schon länger auf der Suche nach einem neuen Standort. Es war ein glücklicher Umstand, dass sich die Gelegenheit nun in Winterbach geboten hat“, sagt er.

Bekannte Gesichter hinter der Verkaufstheke

Nach dem unerwarteten Tod von Andreas Schnabel hatte sich die Witwe Bärbel Schnabel zur Aufgabe des Metzgereibetriebs entschieden. Zwei Mitarbeiter und zwei Köche vom Schnabel-Team arbeiten aber nun auch bei Wolz, so dass die Metzgerskundinnen und -kunden in bekannte Gesichter hinter der Verkaufstheke schauen.

Komplett umgebaut und neu gestaltet sind die Räume der Metzgerei. Eine neue Kassentechnik mit Zahlautomat ist installiert und soll das Bezahlen erleichtern: Münzgeld und Scheine können kontaktfrei eingeworfen werden, das Rückgeld kommt auch aus dem Automaten und kann aus einer Schale entnommen werden. Hinter den Kulissen konnten die neuen Besitzer die Küche mit modernen Geräten und Kühlräumen komplett übernehmen. „Hier wird künftig für alle unsere Verkaufsstellen gekocht“, sagt Christian Wolz.

Optiker hat Räume durch Umzug an die Ortsdurchfahrt freigemacht

Einer neuen Nutzung für die Räume im Erdgeschoss des Gebäudes Bahnhofstraße 14 hat der Gemeinderat kürzlich zugestimmt. Wo früher Optik Gmelin war, soll demnächst eine Fußpflegepraxis eröffnen. Aushänge in den Schaufenstern informieren darüber: „In Kürze – Podologie Beyer GmbH“. Optik Gmelin ist schon länger in eines der neuen Gebäude direkt an der Ortsdurchfahrt umgezogen, die bei der Sanierung der Ortsmitte entstanden.

Die Winterbacher Ortsmitte bleibt lebendig. Gleich in drei Häusern mit Ladenräumen hat sich etwas getan oder tut sich derzeit etwas. Seit diesem Donnerstag gibt es wieder einen zweiten Metzger. Der Schorndorfer Familienbetrieb Wolz hat die Metzgerei Schnabel in der Hauptstraße 1 übernommen. In der Bahnhofsstraße zieht außerdem bald eine Fußpflegepraxis in schon länger leerstehende Räume, die seit dem Umzug von Optik Gmelin frei sind. Alfred Isak, der Betreiber des Eiscafés im Waschhäusle,

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