Winterbach

Die Aufzüge am Winterbacher Bahnhof könnten für ihre Erneuerung sechs Monate lang ausfallen

Bahnhofs-Aufzüge
Schon seit Jahren sorgen die Aufzüge am Winterbacher Bahnhof für Probleme. Archivfoto. © ALEXANDRA PALMIZI

Die Misere nimmt kein Ende: Nachdem die beiden Aufzüge am Winterbacher Bahnhof erst vor einer Woche komplett ausgefallen waren, hat jetzt erneut einer gestreikt. Und wieder einmal wurde er dabei zur Falle für einen Menschen, der mit seiner Hilfe die Gleise überqueren wollte. Ein älterer Herr sei am Mittwochnachmittag, 21. Juli, festgesessen, sagt Feuerwehrkommandant Uwe Hetzinger. Die Feuerwehr wird regelmäßig gerufen, wenn sich jemand in einem der Aufzüge in einer Notlage befindet. Die Bahn wollte die ganze Anlage eigentlich diesen Sommer erneuern. Dass daraus nichts wird, ist schon klar. Aber wann dann?

Der ältere Herr, der an diesem Mittwoch den Aufzug nahm und mittendrin hängenblieb, konnte sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr selbst wieder befreien. „Der hat auf irgendwelche Knöpfe gedrückt, dann ist der Aufzug wieder in die Endposition gefahren“, sagt Uwe Hetzinger.

Die Feuerwehr testete dann die Anlage noch einige Male durch und auch dabei funktionierte alles, wie es sollte. Über die Leitstelle habe man dann den Betreiber informiert, dass dieser den Aufzug überprüfen könne, so der Winterbacher Kommandant.

Für den Fall, dass der Aufzug jemanden nicht wieder freigibt, hat die Feuerwehr eine Art Generalschlüssel, um eingreifen zu können und die Technik zu bedienen. Das ist 2019 allein innerhalb eines Jahres elfmal vorgekommen, aber auch in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder. Die letzten beiden Male, sagt Uwe Hetzinger, seien die Aufzüge aber dann leer gewesen, als die Feuerwehr anrückte. Das heißt, die Leute, die um Hilfe gerufen hatten, konnten sich offenbar doch noch selbst befreien.

Jetzt noch mal eine "große Reparatur"

Was tut die Bahn aber gegen die Misere? Eine Antwort gab es auf Anfrage dazu am Donnerstag nicht. Der Winterbacher Bauamtsleiter Rainer Blessing hat von der Bahn jedoch erfahren, dass nach dem letzten Ausfall beider Aufzüge noch einmal eine „große Reparatur“ für einen fünfstelligen Betrag beauftragt worden sei. „In dem Wissen, dass die Erneuerung der Aufzüge bald ansteht“, sagt Blessing.

Angekündigt hatte die Bahn diesen Austausch der alten, fehleranfälligen Anlage ursprünglich schon für diesen Sommer. Daraus wird wie bereits berichtet aber nichts. Es sei derzeit in allen Bereichen schwierig, Handwerker für seine Vorhaben zu bekommen, sagt Rainer Blessing, das merke auch die Gemeinde. Die Bahn sei auch abhängig vom Aufzughersteller. Wann der Aufzugsaustausch stattfinden kann, ist deswegen noch nicht ganz klar.

„Die Leidtragenden sind leider immer die, die im Rollstuhl sitzen oder an Rollatoren laufen“, sagt der Bauamtsleiter. Denn ohne Aufzug gibt es am Winterbacher Bahnhof keine Möglichkeit, ohne viele Treppen von einem der beiden Gleise zum anderen zu kommen. Dazu ist dann ein weiter Umweg über die Ortsmitte oder die Fußgängerunterführung von der Schorndorfer Straße aus nötig.

Diese Situation könnte es nach Rainer Blessings Informationen für eine lange Zeit am Stück geben, wenn die beiden Aufzüge ausgetauscht werden. Der Aufzughersteller hat wohl derzeit vor, einen nach dem anderen einzubauen, was die Bauzeit auf etwa sechs Monate strecken würde.

Die Misere nimmt kein Ende: Nachdem die beiden Aufzüge am Winterbacher Bahnhof erst vor einer Woche komplett ausgefallen waren, hat jetzt erneut einer gestreikt. Und wieder einmal wurde er dabei zur Falle für einen Menschen, der mit seiner Hilfe die Gleise überqueren wollte. Ein älterer Herr sei am Mittwochnachmittag, 21. Juli, festgesessen, sagt Feuerwehrkommandant Uwe Hetzinger. Die Feuerwehr wird regelmäßig gerufen, wenn sich jemand in einem der Aufzüge in einer Notlage befindet. Die Bahn

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