Winterbach

Die Holzknappheit wird beim Winterbacher Feuerwehrhaus zum Problem

ZimmereiRicker
Auch die Urbacher Zimmerei Ricker spürt die Folgen der Holzknappheit (Symbolfoto). © Gaby Schneider

Holz hat als Baumaterial Hochkonjunktur, unter anderem, weil es als klimafreundlich gilt. Allerdings ist seit längerem der Holzmarkt weltweit aus den Fugen, die Preise sind explodiert, Händler haben Lieferschwierigkeiten. Das trifft nun auch die Gemeinde Winterbach beim geplanten Anbau für das Feuerwehrhaus. Denn dieser soll in Holzständerbauweise entstehen. Anfang September sollen die Arbeiten an der Bodenplatte aus Beton beginnen. Wann es dann mit dem Aufbau aus Holz weitergeht, ist noch nicht ganz klar. Denn bisher hat die Gemeinde kein Angebot eines Zimmereibetriebes, das sie annehmen konnte.

Die Betriebe böten keinen Fixpreis, wie Bauamtsleiter Rainer Blessing erklärt, sondern sicherten sich dahingehend ab, dass bei Preissteigerungen die Gemeinde die Mehrkosten hätte tragen müssen. Das komme daher, dass sie von den Baustoffhändlern und Holzlieferanten ihrerseits keine Preiszusagen bekämen. In den vergangenen zwölf Monaten sei der Preis fürs Bauholz um 300 Prozent gestiegen. Es sei nicht abzusehen, wo der Preis im Herbst stehen werde. Aber: Ein solches Angebot könne man als Gemeinde gar nicht annehmen, so Blessing. Deswegen hat der Gemeinderat die Ausschreibung des Auftrags aufgehoben und die Gemeinde verhandelt jetzt direkt noch mal mit den Zimmereibetrieben nach.

Verlust von Zuschuss droht bei großem Zeitverzug

Viel Spielraum gibt es nicht mehr, denn es besteht großer Zeitdruck. Winterbach bekommt für den Anbau ans Feuerwehrhaus einen Zuschuss vom Land über 87.000 Euro. Bedingung dafür ist aber, dass die Auftragsvergaben bis 15. August 2021 vorliegen und der Bau Ende 2022 fertig ist. „Wenn das nicht so ist, verlieren wir das Geld“, sagt Rainer Blessing. „Wir sind aber guter Dinge.“

Allein die Holzbauarbeiten sind laut Kostenberechnung auf fast 160.000 Euro brutto kalkuliert. 70 Prozent davon machen die Materialkosten aus, so der Winterbacher Bauamtsleiter. Insgesamt sind 1,1 Millionen Euro für den Umbau des Bestandsgebäudes und den Anbau fürs Feuerwehrhaus eingeplant. Rund 25.000 Euro spart die Gemeinde durch den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehr-Mitglieder, die im Altbau anpackten und zum Beispiel die Lüftungsanlage ausbauten und Wände strichen, und die am Ende die Holzverschalung außen komplett selbst machen wollen.

Holz hat als Baumaterial Hochkonjunktur, unter anderem, weil es als klimafreundlich gilt. Allerdings ist seit längerem der Holzmarkt weltweit aus den Fugen, die Preise sind explodiert, Händler haben Lieferschwierigkeiten. Das trifft nun auch die Gemeinde Winterbach beim geplanten Anbau für das Feuerwehrhaus. Denn dieser soll in Holzständerbauweise entstehen. Anfang September sollen die Arbeiten an der Bodenplatte aus Beton beginnen. Wann es dann mit dem Aufbau aus Holz weitergeht, ist noch

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 5,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper