Winterbach

Doch wieder Flüchtlinge im „Best Western Hotel“: Nonnenmann hält an Plänen fest und will es abreißen, sobald der Mietvertrag ausläuft

Flüchtlingshotel
Das ehemalige Best Western Hotel in Winterbach beherbergt wieder Flüchtlinge (Archivbild). © Gaby Schneider

Das ehemalige „Best Western Hotel“ in Winterbach wird, wie der Landkreis Mitte der Woche mitgeteilt hat, ab Januar 2021 wieder eine Flüchtlingsunterkunft. Die Nachricht kam überraschend, weil eigentlich die Winterbacher Firma Nonnenmann das Gebäude samt Grundstück gekauft hatte, um es abzureißen und dort eine Erweiterung für Büros, Logistik und Fertigung zu bauen.

Haben sich diese Pläne zerschlagen?

„Nein“, sagt Geschäftsführer Volker Nonnenmann. „Da hat sich gar nichts geändert.“ Nur, dass er länger warten muss mit der Umsetzung. Denn der Landkreis hat eine Option im Mietvertrag zur Verlängerung gezogen, die einseitig funktioniert, also nicht der Zustimmung von Nonnenmann als Vermieter bedarf. Das Landratsamt erklärte dazu: Aufgrund der aktuellen Corona-Lage habe der Kreis sein Konzept zur Unterbringung der Flüchtlinge angepasst und entschieden, den Standort in Winterbach erneut zu nutzen. Dieser habe in der Vergangenheit als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber gut funktioniert. Zwischen 2015 und 2019 wohnten teilweise zwischen 150 und 200 Menschen ohne größere Probleme dort.

Ein guter Standort ist das rund 5000 Quadratmeter große Grundstück jedoch auch aus Sicht von Volker Nonnenmann. „Infrastrukturmäßig könnte es nicht viel besser liegen“, sagt er. Vergleichbare Flächen gebe es im Remstal kaum auf dem Markt. Nonnenmann hat in Winterbach den Hauptsitz seines Unternehmens mit insgesamt rund 70 Mitarbeitern. Durch die Erweiterungsfläche will er in angemietete Hallen in Schorndorf ausgelagerte Bereiche zusammenziehen.

Angesichts der Corona-Krise sagt Volker Nonnenmann aber auch, es sei „nicht schädlich für uns“, dass das Projekt erst später umgesetzt werde. Ganz verhindern werde die Krise das Vorhaben aber nicht. „Wir haben zwar eine deutliche Delle dieses Jahr, merken aber, dass die Tendenz jetzt schon wieder deutlich nach oben zeigt.“ Und: „Man muss weiter vorwärtsdenken und vorwärtsplanen.“ Das Geschäftsfeld der Firma beschreibt der Geschäftsführer so: „Wir beliefern den Werkzeug,- Formen- und Maschinenbau mit Komponenten von der Stahlplatte über Führungselemente bis zur Schraube.“

Wie lange nun ab Januar wieder Flüchtlinge in den Zimmern des ehemaligen Hotels wohnen werden, ist offen. Weder Nonnenmann noch der Landkreis wollen sich zur weiteren Laufzeit des Mietvertrags äußern. Der Firmenchef sagt nur: Es gebe dann keine einseitige Verlängerungsoption mehr. Martina Keck, Pressesprecherin des Landkreises, betont auch: Die Dauer des Mietvertrags sage nichts darüber aus, wie lange das Hotel wirklich als Unterkunft genutzt werde. Sollte sich die Lage ändern oder andere, bessere Objekte zur Verfügung stehen, könnte das Hotel auch vorzeitig wieder aufgegeben werden.

Das ehemalige „Best Western Hotel“ in Winterbach wird, wie der Landkreis Mitte der Woche mitgeteilt hat, ab Januar 2021 wieder eine Flüchtlingsunterkunft. Die Nachricht kam überraschend, weil eigentlich die Winterbacher Firma Nonnenmann das Gebäude samt Grundstück gekauft hatte, um es abzureißen und dort eine Erweiterung für Büros, Logistik und Fertigung zu bauen.

Haben sich diese Pläne zerschlagen?

„Nein“, sagt Geschäftsführer Volker Nonnenmann. „Da hat sich gar nichts

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