Winterbach

Landratsamt korrigiert: Fall von Hasenpest in Winterbach, nicht in Weinstadt

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Symbolfoto. © Joachim Mogck

Am Freitag (10.07.) hatte das Landratsamt einen Fall von Hasenpest in Weinstadt gemeldet - nun musste die Behörde das korrigieren: "Der Meldung lag leider ein Fehler zugrunde: Zwar gab es letztes Jahr einen Fall von Hasenpest in Weinstadt, der aktuelle Fall ist jedoch in Winterbach aufgetreten."

Die Bakterieninfektion ist für Hasen und andere Nagetiere - wie Wühlmäuse, Eichhörnchen, Kaninchen, Biber und Ratten - sehr gefährlich. Die Tiere erkranken heftig und verenden an dem Erreger.

Das sollten Sie beachten

Menschen können sich vor allem durch den Kontakt mit toten Hasen infizieren. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, tote Hasen nicht anzufassen und wildlebende Nagetiere nicht zu berühren, also nicht zu streicheln oder zu fangen. Dann besteht keine Gefahr, an der Hasenpest zu erkranken.

Die akute Tularämie ruft unter anderem starkes Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen oder Atemnot hervor. Die Krankheit kann beim Menschen jedoch mit Antibiotika gut behandelt werden.

Hundehalter sollten laut Landratsamt darauf achten, ihre Tiere von Wild fernzuhalten - auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sich Hunde anstecken.

Was tun, wenn man ein totes Tier findet?

Wer ein Tier tot auffindet, sollte dies beim Kreisjagdamt des Landratsamts unter der Nummer 07191 895-4369 oder beim örtlichen Polizeirevier melden und dabei den genauen Fundort der verendeten Hasen nennen. Der zuständige Jagdpächter kann verendet aufgefundene Hasen zur Untersuchung an das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt in Fellbach bringen oder über eine Sammelstelle für Tierkadaver unschädlich beseitigen.

Bisher drei Fälle im Rems-Murr-Kreis

Die sogenannte Hasenpest ist in ganz Europa verbreitet. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2020 bisher 16 Fälle gemeldet, 2019 waren es insgesamt 36 Fälle. Im Rems-Murr-Kreis wurden auch in den Vorjahren immer wieder einzelne verendete Feldhasen gefunden, die an der Hasenpest erkrankt waren. Im Jahr 2020 sind nach Angaben des Landratsamtes bisher drei Fälle im Kreis aufgetreten: In Alfdorf, zuletzt in Schorndorf-Weiler und nun Weinstadt. Es ist inzwischen davon auszugehen, dass der Erreger dauerhaft in Baden-Württemberg vorkommt.