Mit der Pop-up-Redaktion in Winterbach mittendrin im Leben
An diesem Montag, 1. Juli, sind die Schorndorfer Nachrichten für vier Wochen mit einer provisorischen Redaktionsaußenstelle in die Westergasse 6 in Winterbach eingezogen. Dort, wo die blaue Fahne und der Aufsteller auf dem Gehweg platziert sind, sitzen jetzt Mitglieder der Lokalredaktion und der ZVW-Marketingabteilung. Viele Passanten werfen an den ersten beiden Pop-up-Tagen interessierte Blicke durch die Scheiben, einige kommen auch herein. Und so soll es auch sein: Wir wollen in direkten Kontakt kommen mit den Winterbacherinnen und Winterbachern und erfahren, was sie bewegt und beschäftigt.
Den Raum in der Westergasse teilen wir uns mit der Kunstausstellung „Stuhl trifft Bild“. Wir haben drei Bürostühle mitgebracht, unsere Laptops und drei zusätzliche Bildschirme, dazu diverse Geräte, die für die Redaktionsarbeit gebraucht werden, zum Beispiel Headsets zum Telefonieren und Konferieren – und viele Kabel, um all die Geräte zu verbinden.
Hannah Bachmann hilft gerne: Mit Schere, Messer und Gabel
Es sieht alles etwas wild aus, aber alles funktioniert auf Anhieb, wir können arbeiten. Was uns gegenüber dem normalen Büro alles fehlt, fällt erst nach und nach auf. Zum Beispiel als aus dem Rathaus ein Paket mit Unterlagen für die Schreibtischstühle geliefert wird, mit denen das Parkett geschont werden soll. Aber wie bekommt man das Paket auf? Wir haben keine Schere dabei. Zum Glück befindet sich gleich nebenan das Nähcafé „Alte Glaserei“ von Hannah Bachmann, sie leiht gerne eine aus. Bachmann hilft auch mit anderen Utensilien des Alltags aus, mit Löffel und Gabel fürs Mittagessen zum Beispiel.
Gleich am ersten Tag schaut Theo Wember von der lokalen Agenda-Gruppe vorbei. Er berichtet: Bei der neuen Fahrradwerkstatt des Repair- Cafés ist viel los. Und es gibt ein neues Projekt - über das wir bald in dieser Zeitung berichten werden.
Am zweiten Tag ist mehr Betrieb als am ersten. Die Manolzweilernerin Oda Ferber zum Beispiel kommt, um schon mal für das Internationale Fest zu werben, das im September wieder stattfindet – und geht mit der Zusage, dass wir darüber berichten werden. Einige wollen einfach mal reinschauen, wie die Zeitung hier arbeitet, und Hallo sagen. Gleich zwei Besucherinnen beschäftigt das Thema Hochwasser. Es wird erneut klar: Das bleibt auch für Winterbach ein Thema. Schon bei der ZVW-Diskussionsveranstaltung im Vorfeld der Bürgermeisterwahl kam es im Zusammenhang mit möglichen, noch zu entwickelnden Gewerbeflächen im Westen der Gemeinde, die im hochwassergefährdeten Gebiet liegen, und mit dem Baugebiet „Riedwiesen“ zur Sprache.
Mitten im Leben - Pop-up-Redaktion in Winterbach
Im Café nebenan läuft währenddessen eine Geburtstagsfeier. „Viel Glück und viel Segen ...“ singen die Damen. Vor dem Fenster geht es um die Frage, wo der Klowagen fürs Brunnenfest hinkommt, das am kommenden Wochenende stattfindet. Die Redaktion sitzt mittendrin im Winterbacher Leben. So sollte es sein, das ist der Sinn der Pop-up-Redaktion.
Unsere Kolleginnen und Kollegen vom Marketing sind außerdem für alle Leserinnen und Leser und diejenigen, die es vielleicht noch werden wollen, da und beantworten Fragen zu Abo-Möglichkeiten und anderen Angeboten des Zeitungsverlags.
Kommen Sie also gerne vorbei in der Pop-up-Redaktion in der Westergasse 6, ob mit Fragen, Geschichten oder Themenanregungen für Artikel. Wir haben von Montag bis Freitag immer von 11 bis 16 Uhr geöffnet – und das noch bis Freitag, 26. Juli.




