Winterbach

Schauübung: Feuerwehr simuliert Flugzeugabsturz

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Rauchbomben und Feuertonnen sorgten bei der Jubiläumsschauübung am Samstag für ein außergewöhnliches Szenario. © ZVW/Alexandra Palmizi

Winterbach. Ein Fallschirmspringer segelt durch die Luft, Rauchschwaden steigen aus einem Flugzeugwrack empor, kurz darauf ertönen lautstark die Sirenen der Feuerwehrautos. Bei der Jubiläumsschauübung des 40. Winterbacher Käsfestes am Samstagnachmittag wurde ein Flugzeugabsturz simuliert. Das Geschehen zog mehr Zuschauer als gewöhnlich auf die Straße.

Gespannt recken die Zuschauer ihre Köpfe nach oben, als Fallschirmspringer Klaus Renz aus schwindelerregender Höhe den Sprung aus einem Flugzeug wagt. Sein Ziel ist das winzige Dach des Bürogebäudes der Archifaktur. Kurz vor seinem Ziel taumelt Renz mit seinem Fallschirm über der Straße, reißt noch einmal an einer Leine und landet schließlich sicher auf dem Dach. Die Zuschauer applaudieren.

Rauch, Flammen und Hilferufe

Ein Flugzeugwrack liegt auf der Kreuzung gegenüber des Sägewerks Wäcker, aus dem bereits Rauch aufsteigt. Flammen lodern aus den Feuertonnen daneben. Laut tönen die Sirenen auf, als drei Löschfahrzeuge nacheinander anrücken. Eine junge Frau steht auf dem Balkon des Büros und ruft um Hilfe. Zwei Retter eilen mit einer Leiter zum Gebäude und bringen sie sicher auf den Boden, wo sie von den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) versorgt wird. Die Feuerwehrmänner rollen die Wasserschläuche aus und beginnen mit den Löscharbeiten. Klein und Groß fiebern mit, bis die Feuerwehrleute das Feuer vollständig gelöscht haben.

Einer der Feuerwehrmänner erklärte den Zuschauern im Rahmen der Schauübung die einzelnen Arbeitsschritte und wer gerade auf dem Schaufeld zugange war. Bürgermeister Sven Müller bedankte sich im Anschluss bei der Freiwilligen Feuerwehr. „Die Übung war dieses Jahr besonders spektakulär“, fand Besucherin Caroline Heidrich. Auch den Kindern hat die Schauübung sichtlich gefallen.

Jugendfeuerwehr packte eifrig mit an

Weiter ging’s mit reichlich Publikum am Feuerwehrhaus mit Bewirtung, Barbetrieb und Unterhaltung von der Band Sun’n’Fun. Bis spät in die Nacht war so für beste Stimmung gesorgt. Zum sonntäglichen Frühschoppen gab’s Musik der Winterbacher Bläsereien und der Jugendkapelle des Musikvereins, abends spielte die Trachtenkapelle noch einmal auf.

Die Kinder konnten sich bei der Spielstraße der Jugendfeuerwehr austoben. Außerdem gab es Bastelbögen, eine Hüpfburg und Rundfahrten im Feuerwehrauto. Die Jugendfeuerwehr packte beim Abräumen der Tische eifrig mit an. „Es ist toll, dass jedes Jahr so ein großer Aufwand betrieben wird, bei der die komplette Wehr zusammenkommt“ meinte der 13-jährige Peter Nübel, der seit drei Jahren bei der Jugendfeuerwehr aktiv ist. Er darf zwar noch nicht selber bei Löscheinsätzen dabei sein, aber der Nachwuchs lernt bereits, Löschangriffe aufzubauen. „Derzeit herrscht Aufnahmestopp bei der Jugendfeuerwehr“, erklärte Kommandant Uwe Hetzinger, da die Kapazitäten voll ausgeschöpft seien. Generell ist er zufrieden mit den aktuellen Mitgliederzahlen bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Mehr Zuschauer als sonst

Die historische Schauübung, die am Sonntagnachmittag stattfinden sollte, musste ausfallen, da die alte Feuerspritze aus Manolzweiler nicht mehr funktionstüchtig war. Das tat der Stimmung auf dem Fest aber keinen Abbruch. Hetzinger erklärte sich sehr zufrieden mit dem 40-jährigen Jubiläum: „Das Käsfest war wie immer gut besucht und bei unserer Jubiläumsschauübung haben wir mehr Zuschauer als sonst gehabt.“


Winterbacher Wehr

Im Jahr 1880 wurde die Freiwillige Feuerwehr Winterbach gegründet. Insgesamt stehen ihr sechs Einsatzfahrzeuge zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr Winterbach besteht derzeit aus 76 aktiven Mitgliedern.

Zusätzlich gibt es eine Alterswehr bestehend aus 18 Mitgliedern sowie die Jugendfeuerwehr mit 33 Mitgliedern.