Winterbach

Was das neue Fahrzeug und das neue Boot der Winterbacher Feuerwehr können

FWWinterbach
Schlüsselübergabe für das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20: Winterbachs Bürgermeister Sven Müller (links), Feuerwehrkommandant Uwe Hetzinger und Kreisbrandmeister René Wauro (rechts). In der Mitte das neue Aluminium-Hochwasserboot, Typ Oberwinter RTB 1. © Gaby Schneider

Ein imposantes, rot strahlendes Prachtstück, dieses HLF 20. Schon vor einigen Monaten wurde es angeliefert. Feuerwehrleute wurden auch bereits in seine Funktion eingewiesen.

Nun erst aber konnte es feierlich eingeweiht werden, wenn auch ohne Fest mit den Winterbacher Einwohnern.

„Auf dem aktuellen Stand der Technik“

Und da steckt so einiges drin in diesem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Nicht zuletzt Geld. Bürgermeister Sven Müller nannte bei der Einweihung die Zahlen: „464 138,77 Euro“, also fast eine halbe Million, zu der es allerdings vom Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von 92 000 Euro gab. Die Winterbacher Feuerwehr ist mit diesem Fahrzeug nun, wie Sven Müller sagte, „auf dem aktuellen Stand der Technik“.

Ersetzt hat der neue Einsatzwagen das LF 16/12, das sage und schreibe, durch gute Pflege der Winterbacher Feuerwehrschrauber, 32 Jahre gehalten hat. Weit über die erwartete Lebensdauer eines solchen Fahrzeuges hinaus. „Die lange Nutzungsdauer des alten Löschfahrzeugs zeigt uns deutlich, dass die Freiwillige Feuerwehr Winterbach ihre Fahrzeuge hervorragend wartet und pflegt“, musste denn auch Bürgermeister Müller anerkennen.

Nun aber der neue Wagen, vollgepackt mit neuen Gerätschaften und Technik. Kommandant Uwe Hetzinger hob besonders hervor: „Die neue Akku-Technik bei den Gerätschaften für die technische Hilfeleistung verkürzt die Rüstzeiten deutlich.“

In der Menschenrettung deutlich schneller

Der Vorteil, so Hetzinger: „Das macht uns in der Menschenrettung bei einem Verkehrsunfall deutlich schneller.“ Dazu kommt: Statt bisher zwei sind nun fünf Atemschutzplätze im Mannschaftsraum zur Ausrüstung auf der Anfahrt verstaut. Im Wassertank sind 2000 statt bisher 1200 Liter gespeichert, und es gibt eine weit höhere Pumpenleistung.

Gerettete trockenen Fußes absetzen

Ersetzt wurde auch das in die Jahre gekommene, vorsintflutliche Schlauchboot der Winterbacher Feuerwehr durch ein schnittiges Aluboot RTB 1. Uwe Hetzinger erklärte: „Das Boot ist auf Rollen gelagert und kann somit auch auf Straßen außerhalb der Wassergrenze problemlos bewegt werden und somit gerettete Personen trockenen Fußes absetzen.“

"Es kann vieles auf die Kommunen, ihre Feuerwehren und das gesamte System der Hilfeleistung in unserem Landkreis zukommen"

Es sind ja die Bilder der katastrophalen Flutungen aus dem Ahrtal, die einem dazu einfallen. Und niemand wünscht sich, dass dieses Boot in einem Winterbacher Überschwemmungsfall eingesetzt werden muss. Aber bestimmt fühlt sich jeder besser, wenn man sicher ist: So ein Boot ist auf alle Fälle da, und die Freiwillige Feuerwehr weiß auch, wie damit im Notfall umzugehen ist.

Kreisbrandmeister René Wauro brachte die Aufgaben der Feuerwehren in der Zukunft in, sagen wir „klima-terroristischen Zeiten“, so drastisch wie realistisch und nüchtern auf den Punkt: „Stürme, Hochwasser, schwere Unfälle, Großbrände, Gefahrstoffunfälle, Geiselnahmen und Amoklagen. Alle diese Beispiele zeigen eines plastisch auf: Es kann vieles auf die Kommunen, ihre Feuerwehren und das gesamte System der Hilfeleistung in unserem Landkreis zukommen.“

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Deutlich wurde: Ja, die Feuerwehr muss immer wieder mit neuestem, auch teurem Gerät ausgestattet werden. Aber im Mittelpunkt steht der Mensch. „Denn Sie, liebe Feuerwehrkameraden, opfern ihre Freizeit und stellen Ihr Können und Ihr Wissen in den Dienst der Allgemeinheit und leisten damit bedeutsame und oft lebensnotwendige, mitunter lebensgefährliche Arbeit zum Schutze unserer Bevölkerung“, so Bürgermeister Sven Müller.

Und Kommandant Uwe Hetzinger sagt: „Wir sind da, um zu helfen, retten, löschen, bergen, schützen, das ist unser Auftrag. Lasst es uns wieder angehen.“

Ein imposantes, rot strahlendes Prachtstück, dieses HLF 20. Schon vor einigen Monaten wurde es angeliefert. Feuerwehrleute wurden auch bereits in seine Funktion eingewiesen.

Nun erst aber konnte es feierlich eingeweiht werden, wenn auch ohne Fest mit den Winterbacher Einwohnern.

„Auf dem aktuellen Stand der Technik“

Und da steckt so einiges drin in diesem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Nicht zuletzt Geld. Bürgermeister Sven Müller nannte bei der Einweihung die

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