Salzburg (dpa) - Provozieren, Widerstand leisten, Klappe aufmachen: Der Maler Georg Baselitz war gerne ein unbequemer Zeitgenosse. Wenn er zur Gesellschaftskritik ausholte, dann saftig: Die Journalisten seien angepasst, die Künstler konform und die Demokratie in Deutschland sei zur Autokratie verkommen, polterte er kurz vor seinem 80. Geburtstag 2018 bei einer Ausstellung in der Fondation Beyeler bei Basel. Sein Lebensmotto war: Widerspruch! Baselitz wurde gerne als «Wutkünstler» bezeichnet.