Berlin (dpa) - Auch heute noch, auf den Tag genau 81 Jahre nach ihrer Befreiung aus dem KZ, graust es Tova Friedman, wenn sie solche in kalter, deutscher Bürokratensprache abgefassten Dokumente in den Händen hält. Unterlagen, die Einblick gewähren in die organisierte Ermordung der Juden durch die Nazis. «So viele Papiere», sagt die 87-jährige Holocaust-Überlebende, als sie der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann, durch die von nummerierten Kisten gesäumten Räume seiner Behörde