Kleine Kehrwoche

Bekloppte böse Buben (33)

Kaum zu glauben, dass es wirklich so viele Einbrecher gibt, die gänzlich unvorbereitet ihre Tat verüben – und dann eben unbedacht in irgendwelche Fettnäpfchen tappen. Hier sind drei weitere Beispiele dieser Kategorie.

Seinen Beutesack hatte vermutlich ein Einbrecher aus Worms daheim vergessen. Trotzdem stieg der 40-Jährige in ein Haus ein und improvisierte ein wenig für den „Abtransport“ seiner Beute. Die Bewohnerin bemerkte indes den Einbruch und informierte telefonisch ihren Lebensgefährten, der sofort zuhilfe eilen wollte. Auf dem Weg dorthin fiel ihm auf der Straße ein Mann auf, der in einem Bettbezug mehrere Gegenstände transportierte; und eben dieser Bettbezug kam dem Lebensgefährten dann doch recht bekannt vor. Er sprach den Mann an, woraufhin dieser losrannte, jedoch von seinem Verfolger und zwei weiteren Zeugen gestellt werden konnte.

Nachdem die Polizei infolge eines Hinweises ein Haus im saarländischen Sulzbach umstellte, kam ein dort soeben beschäftigter 35-jähriger Einbrecher in die Predouille. Zwar hatte der Tunichtgut eigentlich einen Komplizen dabei, der Schmiere stand, solange er in dem Wohnhaus nach Wertgegenständen suchte – wobei er dann auch einige wertvolle Armbanduhren an sich nahm.

Dumm nur, dass sein Spitzel lieber stiften ging, als die von Zeugen alarmierte Polzei eintraf. Der Einbrecher versuchte indes noch zu Fuß zu fliehen, drehte aber um, als er den Beamten beinahe in die Arme lief. Wieder zurück im Haus galt es nun, ein erstklassiges Versteck zu finden, die perfekte Tarnung, ein geradezu Ninja-taugliches Verschwinde-Manöver – er wählte den Kleiderschrank. Das Cleverle wurde rasch entdeckt und festgenommen.

Zu guter Letzt wäre da noch eine Meldung aus dem fränkischen Fürth, wo zwei 40- und 46-jährige Männer die Abwesenheit der Arbeiter in einem Abrisshaus nutzen wollten, um in der Bauruine gemütlich auf Diebestour zu gehen und Werkzeuge sowie Maschinen zu klauen. Jedoch haperte es auch bei ihnen an einem sinnvollen Plan für den Abtransport ihrer Beute. Sie fuhren mit dem Lastenaufzug nach unten – und blieben stecken. Die Feuerwehr befreite sie aus der misslichen Lage. Als jedoch das Fehlen der Gegenstände auffiel, durchsuchte die Polizei deren Wohnungen, wo sie das Diebesgut fand. Dem Aufzug folgt also ein Einzug: Und zwar in den Knast.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach