Kleine Kehrwoche

Bekloppte böse Buben (52)

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So in etwa dürfte es in der Bleibe eines räuberischen Postboten ausgesehen haben. © PublicDomainPictures / Pixabay

Erneut werfen wir einen Blick auf Polizeimeldungen, die von Spitzbuben erzählen, die es der Polizei durch ihr eigenes Unvermögen besonders einfach gemacht haben.

Ausgerechnet eine Zivilstreife der Kriminalpolizei hat jüngst ein Autofahrer in Bochum versucht, zu einem illegalen Rennen herauszufordern. „Mit durchdrehenden Reifen und aufheulendem Motor [hat] er versucht, die Beamten zu dem Rennen zu provozieren“, so steht es im Bericht. Das Rennen bekam er tatsächlich, allerdings in Form einer Verfolgungsfahrt durch die Beamten. Als es jenen gelang, den Wagen zu stoppen, flüchtete zwar der Fahrer zu Fuß. Sein Beifahrer wurde jedoch festgenommen, das Auto wurde beschlagnahmt. Fast furios!

Nicht schlecht gestaunt haben die Beamten einer anderen Zivilstreife, diesmal auf der B313 im Kreis Esslingen, als sie – im Stau stehend – plötzlich einen silberfarbenen Renault-Kombi mit Blaulicht an sich vorbeifahren sahen. Zumal sie indes keine hiesigen Renault-Fahrzeuge als Streifenfahrzeuge kannten, setzten sie eine Fahndung in Gang, die auch rasch Erfolg hatte: Der Kombi parkte vorm Berufsschulzentrum in Zell. Ein 20-Jähriger hatte rasch zum Blaulicht gegriffen, um nicht zu spät zu seiner Gesellenprüfung zu kommen. Keine gute Idee, auch nicht künftig: Sonst landet der Geselle in der Zelle.

Mal nicht die Polizei, sondern die Feuerwehr, half einem Mann in Karlsruhe, der sich in einer misslichen Lage befand: Kopfüber steckte er in der Einwurfmulde eines Altkleidercontainers, aus dem er offenbar irgend etwas heraus stibitzen hatte wollen. Nur noch seine Beine ragten oben aus der Öffnung heraus. Das war einigen Passanten aufgefallen, die daraufhin die Feuerwehr verständigten. Jene konnte den Mann dann auch befreien.

Für eine besonders schlaue Idee hielt es ein Postangestellter aus Birkenwerder in Brandenburg, sich in hunderten Paketen zu bedienen, die seinen Weg kreuzten. Er stöberte, plünderte, sammelt und brachte es nun auf eine Schadenssumme von rund 20.000 Euro. Die Beschwerden dürften sich gehäuft haben, aufgeflogen ist der Diebstahl aber aufgrund des Hinweises von einem Sicherheitsmitarbeiter. Einen Teil der geöffneten Pakete hortete er in einem leer stehenden Lagerraum. Weitere fand man in einer Pension, wo der Mann wohl auch wohnte. Ein Nachsendeantrag ins Gefängnis wurde noch nicht gestellt.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach

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