Kleine Kehrwoche

Bekloppte Böse Buben (53)

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Wenn aus einem EINbrecher ganz schnell mal ein BEINbrecher wird ... © Victoria_Regen / Pixabay

Es nimmt kein Ende, „Verbrechen“ lohnt sich offenbar echt nicht. Wenn man sich aber auch so doof anstellt, wie die Zeitgenossen in unseren Meldungen, wundert das keinen. – Die bekloppten bösen Buben sind zurück!

In Lennstadt im Sauerland musste die Polizei einen Einbrecher, bevor sie ihn festnahm, erstmal befreien. Der 36-Jährige hatte das Fenster zu einem Firmengebäude aufgebrochen, wollte hierdurch einsteigen – und war dann steckengeblieben. Zu allem Überfluss verletzte er sich dabei dann auch noch. Die herbeigerufene Polizei tat ihr Bestes, um den dämlichen Dieb zu befreien, wurde aber während ihrer Versuche, ihm zu helfen, permanent beschimpft, bespuckt und sogar noch getreten.

Erst die alarmierte Feuerwehr schaffte es schließlich, den renitenten Einbrecher zu befreien. Am Tatort hatte er zudem auch noch ein Fahrrad bei sich, das später am Abend ebenfalls als gestohlen gemeldet wurde. Der Mann wurde zuerst ärztlich versorgt und anschließend dann festgenommen. Bleibt im Sinne seiner Gesundheit zu hoffen, dass er später bei den vergitterten Fenstern seiner Zelle begreift, dass da ein Durchzwängen wenig Sinn macht. Andererseits: Manchmal verhilft ein wenig Spüren auch zu einer nachhaltig steileren Lernkurve.

Mit Fenstern haben unsere heutigen Tunichtgute einfach kein Glück. So geschah es bei einer Diebestour in Sasbach, dass zwei Einbrecher fliehen wollten und dabei aus einem Fenster rund vier Meter in die Tiefe sprangen. Einer der beiden landete dabei in einem Bach, der unterhalb des Fensters der heimgesuchten Gaststätte verlief, und verletzte sich dabei am Bein. Das war’s mit der Flucht, die Rettungskräfte brachten den (B)einbrecher danach in ein Krankenhaus. Sein Komplize indes entkam.

Moderne Technik ist zwar ein beliebtes Diebesgut, kann aber den Entwendern ganz schnell auch ein Schnippchen schlagen. Einer Zeugin meldete sich bei der Polizei in Ulm: Dort soll ein Jugendlicher in ein Geschäft eingebrochen sein, dabei die Kassenschublade und ein Handy gestohlen haben. Der mutmaßliche Einbrecher war zwar vom Tatort entkommen, rechnete aber nicht mit einer simplen, technischen Gerätsuche: Der Eigentümer des Handys konnte sein Gerät orten – und so stand alsbald die Polizei vor der Tür des verdächtigen 16-Jährigen. In der ermittelten Wohnung fand man auch das Diebesgut.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach

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