Finissage der Ausstellung „Bes - ein ägyptischer Gott“
REMShalden. Im Museum im Hirsch in Buoch geht eine besondere Schau zu Ende: Am Sonntag, 22. März, schließt die Ausstellung "Bes – ein ägyptischer Gott" mit einer Finissage um 11 Uhr.
Gezeigt wird die Welt des guten Dämons Bes, einer beliebten Alltagsgottheit im alten Ägypten. Die ägyptische Kultur fasziniert seit jeher und weckt Neugier und Bewunderung, dazu trägt auch diese außergewöhnliche Sammlung bei. Sie umfasst Amulette, Statuetten, Schmuck, Keramik und Münzen aus der 18. Dynastie, also aus der Zeit von 1539 vor Christus bis 363 nach Christus.
Kleine Götter wie Bes wirkten im privaten, alltäglichen Leben der Ägypter. Man verband mit ihm Positives, Unheil Abwehrendes. Bes war kein böser Geist, sondern ein Schutzgeist, der fast in jedem Haus zu finden war, vom Palast bis zu den Hütten der Bauern. Während zu Gottheiten wie Horus, Re, Osiris oder Isis nur der Pharao und die Priester Zutritt hatten, brauchte Bes diesen Umweg nicht. Jeder Ägypter konnte direkt mit ihm in Kontakt treten und seinen Schutz in Anspruch nehmen.
Seine Gestalt ist in der Regel zwergenhaft und gedrungen, der Kopf fratzenhaft und bärtig, oft streckt er die Zunge heraus. Einige Abbildungen zeigen ihn mit Federkrone, Lendenschurz und Schminke, in anderen hält er Schlangen in den Händen. Seine Beliebtheit war groß, sein Abbild findet sich auf vielen Haushaltsgegenständen, Möbeln, Spiegeln und Betten. Besonders beeindruckend ist die Feinheit und Präzision der kleinsten Darstellungen, die oft erst unter Vergrößerung sichtbar werden.
Bes wird auch häufig mit Harfe, Flöte oder Leier dargestellt, schließlich war er auch für Musik und Tanz zuständig. Abbildungen wurden weit über Ägypten hinaus gefunden, unter anderem in Syrien, auf Kreta, im persischen Reich, in Griechenland, Rom und Pompeji. Wer den guten Dämon und die fein gearbeiteten Objekte noch einmal in Ruhe betrachten möchte, hat dazu bei der Finissage am Sonntagvormittag im Museum im Hirsch in Buoch Gelegenheit. Die Veranstalter laden alle Interessierten herzlich ein.

