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Georg Ozory zeigt "Momente im Fluss"

Werk von Georg Ozory aus der Ausstellung „Momente im Fluss" im Kulturhaus Schwanen Waiblingen.
Werk von Georg Ozory aus der Ausstellung „Momente im Fluss" im Kulturhaus Schwanen Waiblingen. © Georg Ozory

WAIBLINGEN. Mit der Ausstellung "Momente im Fluss" setzt das Kulturhaus Schwanen seine Reihe Kunst im Schwanen fort. Die Vernissage mit dem Künstler Georg Ozory findet am Freitag, 17. April, um 19 Uhr im Kulturhaus Schwanen in der Winnender Straße 4 statt. Der Eintritt ist frei.

Georg Ozory zeigt im ersten Obergeschoss Werke, die die Grenzen zwischen Abstraktion und Andeutung bewusst unscharf halten. Seine Malerei und Druckgrafik bewegen sich in einem offenen Feld von Formen, Farben, Linien und Flächen – und schaffen Bilder, die stets im Übergang bleiben.

Ozory versteht Kunst nicht als endgültige Aussage, sondern als Prozess. Jedes Bild ist wie ein Standbild aus einer nicht endenden Filmsequenz: ein eingefrorener Moment, in dem das Vorher und Nachher spürbar bleibt. So entstehen Arbeiten, die Bewegung und Stillstand zugleich erfahrbar machen. Das Absolute und Ewige lehnt der Künstler ab, stattdessen interessiert ihn das Fluide, Vieldeutige und Wandelbare. Seine Werke laden dazu ein, den eigenen Blick wandern zu lassen, Stimmungen aufzunehmen und Resonanzen zuzulassen, ohne auf feste Bedeutungen festgelegt zu sein.

Immer wieder verdichten sich freie Formen zu Gegenständlichem – doch auch das bleibt uneindeutig. Statt Definition entstehen Symbole, Sinnbilder im Schwebezustand. Ozory generiert Atmosphären, Stimmungen und „visuelle Klänge“, die Betrachter und Betrachterinnen in eine offene Resonanz bringen. Kunst wird so zum Raum der Freiheit – und zugleich zu einer Übung im Loslassen von Eindeutigkeit.

Der 1945 in Budapest geborene Künstler studierte Grafik und Malerei in Wien und war viele Jahre Teil der Stuttgarter Kunstszene, unter anderem im Künstlerhaus Stuttgart und im Württembergischen Kunstverein. Neben seiner eigenen künstlerischen Praxis leitete er zahlreiche Kurse für Malerei, Zeichnung und Druckgrafik und prägte so viele Kunstschaffende in der Region.

Die Ausstellung ist bis Mittwoch, 20. Mai, zu sehen. Sie ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 17 bis 22 Uhr geöffnet. An Sonn- und Feiertagen bleibt das Haus geschlossen, bei Veranstaltungen ist zusätzlich abends geöffnet. In den Schulferien können die Öffnungszeiten abweichen.