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Heimatverein blickt auf die Grundrechte

Verkündung des Grundgesetzes durch den Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, am 23.05.1949.
Verkündung des Grundgesetzes durch den Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, am 23.05.1949. © Georg Munker

WAIBLINGEN. Der Heimatverein Waiblingen holt am Donnerstag, 30. April, um 19 Uhr, einen im Februar ausgefallenen Termin nach: Dann steht im Forum Mitte, Blumenstraße 11, der Vortrag "Die Würde des Menschen ist unantastbar – Die Neuentdeckung der Grundrechte im Schatten des Nationalsozialismus" auf dem Programm der Reihe "Vom Untertan zum freien Bürger".

Referent ist Carsten Kretschmann von der Universität Stuttgart. Er richtet den Blick auf die Jahre 1948 und 1949, als im Parlamentarischen Rat die Mütter und Väter des Grundgesetzes die Grundlagen der jungen Bundesrepublik verhandelten. Unter dem Eindruck der Verbrechen des Nationalsozialismus schufen sie einen neuen Werterahmen, in dem die Grundrechte zum Dreh- und Angelpunkt der gesamten Verfassungsordnung wurden.

Der Abend geht der "spannenden Neuentdeckung der bürgerlichen Rechte" nach und fragt, welche Rolle die freiheitlich-demokratische Grundordnung für den Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg spielte. Anhand historischer Beispiele wird deutlich, wie die Erfahrungen von Diktatur und Unrecht in konkrete Artikel des Grundgesetzes eingeflossen sind und bis heute unser Verständnis von Freiheit und Verantwortung prägen.

Der Eintritt kostet 5 Euro und wird an der Abendkasse erhoben. Veranstalter ist der Heimatverein Waiblingen. Weitere Informationen zum Programm gibt es auf www.heimatverein-waiblingen.de.