Historische Ölmühle geht wieder in Betrieb
MARBACH AM NECKAR. Am Sonntag, 22. Februar, öffnet das Technische Kulturdenkmal Ölmühle Jäger in der Oberen Holdergasse 2 bei der Stadtkirche wieder seine Türen. Zwischen 13 und 17 Uhr können Besucherinnen und Besucher die historische Ölmühle, die zum Museumsquartier Altstadt Marbach gehört, aus nächster Nähe erleben.
Je nach Andrang werden die alten Maschinen etwa alle 45 Minuten in Gang gesetzt. Dann füllt sich der enge Raum mit dem rhythmischen Rattern des Riementransmissionswerks. Über breite Lederriemen werden die einzelnen Geräte angetrieben, die einst für die Herstellung von Speiseöl unverzichtbar waren. So lässt sich nachvollziehen, wie viel Technik und Handarbeit hinter einem scheinbar alltäglichen Produkt steckt.
Eine Dauerausstellung erklärt Geschichte und Funktionsweise der nahezu vollständig erhaltenen und betriebsfähigen elektrischen Ölmühle aus dem Jahr 1906. Schautafeln und Exponate zeigen, wie die Anlage früher genutzt wurde und welche Bedeutung sie für die Versorgung der Bevölkerung hatte. Nach der umfassenden Restaurierung Anfang der 1990er Jahre gilt die Mühle in ihrem heutigen Zustand als besondere Rarität.
Wer das Gesehene daheim vertiefen möchte, kann vor Ort eine reich bebilderte Veröffentlichung über die Ölmühle Jäger erwerben. Der Eintritt kostet 3 Euro für Erwachsene, Schülerinnen, Schüler und Studierende zahlen 1,50 Euro. Die Karten gibt es ausschließlich an der Tageskasse, bezahlt wird bar.

