Historische Zahlteller erzählen Werbegeschichte
WEINSTADT. Im Württemberg-Haus Beutelsbach geht es zurück an den Verkaufstresen vergangener Jahrzehnte: Von Sonntag, 26. April, bis Sonntag, 28. Juni, zeigt das Museum eine Sonderausstellung mit historischen Zahltellern aus Ladengeschäften. Zur Vernissage am Sonntag, 26. April, um 11.15 Uhr sind Interessierte bei freiem Eintritt eingeladen.
Die Zahlteller stammen aus der Sammlung von Diethart und Gabriele Jakob aus Endersbach. Die Stücke datieren von den 1920er-Jahren bis zur Jahrtausendwende und bestehen aus Glas, Ornamin und Keramik. Sie warben einst auf dem Ladentresen für bekannte Marken aus ganz unterschiedlichen Branchen und zeigen, wie sich Gestaltung, Materialien und Werbesprache im Lauf der Zeit verändert haben.
Neben aufwendig gestalteten Exemplaren sind auch kuriose Stücke zu sehen: Zahlteller mit eingehausten Musterprodukten wie Schuhcreme oder Nähseide, Modelle mit Klappmechanismen oder in Form kleiner Boxen. Auch regionale Hersteller wie Waldbaur oder Eszet sind vertreten. Ergänzt wird die Schau durch historische Werbeartikel und Rechnungsköpfe. So entsteht ein lebendiges Bild aus einer Epoche, in der im Einzelhandel ausschließlich bar bezahlt wurde und die Werbung direkt am Platz des Bezahlens um Aufmerksamkeit buhlte.
Zur Eröffnung sprechen Museumsleiter Bernd Breyvogel und Sammlerin Gabriele Jakob. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Musikschule Unteres Remstal. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ausstellung ist bis Sonntag, 28. Juni, jeweils sonntags von 13 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. An den Sonntagen ist das Sammlerehepaar vor Ort und steht für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

