Kleine Kehrwoche

Kannste dir nicht ausdenken

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Taugen Pommes-Buden zum "Weltkulturerbe"? © Mona El Falaky / Pixabay

Manchmal, wenn ich auf der Suche nach Themen für die „Kleine Kehrwoche“ bin, dann stolpere ich über Meldungen, die könnte man sich so echt nicht ausdenken. Ein paar Beispiele aus dieser Kategorie möchte ich heute hier zum Besten geben. Wenn Sie Ähnliches aufschnappen, dürfen Sie mir diese Meldungen gerne per Mail zuschicken. Vielleicht gehe ich damit auch mal in Serie.

Zunächst eine Meldung zu Donald Trump. Der ist zwar jetzt schon seit rund drei Monaten nicht mehr US-Präsident, seine fragwürdige Amtsführung und die Spaltung der Nation wirken aber noch an kaum erahnten Stellen nach. So meldet das Wachsfigurenkabinett „Luis Tussaud’s Waxworks“ im texanischen San Antonio, dass man die Trump-Figur wegen Aggressionen der Besucher habe abbauen müssen. Die Figur wurde immer wieder geschlagen, zerkratzt und beschädigt – deshalb wurde sie eingelagert. Schade, dass Trump derzeit nicht twittern kann – dieser Kommentar wäre sicher amüsant gewesen.

Wenn sich Ihre Kollegen derzeit während einer Videokonferenz „wie die Affen“ aufführen, könnte es sein, dass Sie im falschen Meeting gelandet sind. Nämlich in dem der Schimpansen aus dem tschechischen Safari-Park in Dvur Kralove sowie des Tierparks in Brünn. Gegen die Langeweile der Tiere im Lockdown bietet man ihnen nun Video-Kontakt über Großbildschirme zur jeweils anderen Gruppe an. Die Schimpansen haben riesig Spaß dabei – und geben vor den anderen mit ihrem Essen an.

Um Essen geht’s womöglich auch beim belgischen Vorschlag für die nächste Kür zum „Unesco Weltkulturerbe“. Die betreffenden „Bauwerke“ liegen in Brüssel und gehören dort fest zum Straßenbild: Frittenbuden. Um diese wertzuschätzen und zu erhalten, hat deren nationaler Dachverband „Navifrit“ bei der Landesregierung Flanderns den Antrag gestellt, dass die Fast-Food-Betriebe als offizieller Vorschlag fürs Weltkulturerbe eingereicht werden sollten. Wir sagen: Bitte einmal mit alles!

Wer selbst etwas zum Erhalt prägender Elemente im Straßenbild beitragen will, kann jetzt in London eine der roten Telefonzellen adoptieren, zumal die kaum mehr zum telefonieren genutzt werden. Für ein britisches Pfund pro Zelle wurden bereits 6600 Stück von Gemeinden und Organisationen umgewidmet zu Büchertausch-Stationen oder Defibrillatoren-Standorten. Wer hat noch Ideen?

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach