Lebendiges Dorf- und Heimatmuseum in Winterbach
Winterbach. Geschichte lebendig und erlebbar machen. Dies ist eines der Ziele des Heimatvereins in Winterbach. Geschichte kann dann besser verstanden werden, wenn das Leben im dörflichen Kontext „gespielt“ wird. Viele Fragen werden dadurch anschaulich „beantwortet“: Warum gab es keinen Kühlschrank? Warum musste die Butter selbst aus Rahm hergestellt werden, und wie geht das? Warum durften die Früchte im Sommer nicht gänzlich auf der Stelle verzehrt werden? Warum war die Vorratshaltung in den privaten Häusern überlebensnotwendig? Wo wurden die Kartoffeln, das Brot, die Äpfel der Most gelagert? Wann hatten die Kinder Zeit zum Spielen, und womit spielten sie?
Lebendiges Museum von 13 bis 19 Uhr
Um in diese vergangenen Zeiten eintauchen zu können, öffnet das Dorf- und Heimatmuseum Winterbach, Im Herdfeld 5, seine Türen am Sonntag, 17. Mai, von 13 bis 19 Uhr.
Überall im Haus tummeln sich gewandete Bauersleute. Junge und Ältere beleben das historische Bauernhaus. Im Bauerngarten hinterm Haus ist auch ein Plausch mit den Gärtnerinnen über Zwiebel stupfen, Kartoffeln stecken, Einsäen und andere notwendige Gartenarbeiten möglich. Überall wird g‘schafft und g‘werkelt: Korbmacher, Schreiner, Schmied, Holzhacker sind am Werk; andere sitzen in froher Runde am Wirtshaustisch und spielen lieber Karten. Wieder andere lassen sich bei einer köstlichen Weinprobe vom Winzer zu einem Viertele überreden. Immer wieder erklingen von den Musizierenden alte Weisen und schöne Melodien zum Mitsingen.
Man muss sich nicht wundern, wenn der Büttel dem Bürgermeister „den Marsch bläst“ oder vielleicht auch andersherum. Bei der Kehrwoche gibt’s allerhand neuen Klatsch und Tratsch, und auch die Waschfrauen am Hausbrunnen stimmen in das Dorfg’schwätz mit ein. Aber Achtung: Beim Waschen und Wringen geht’s ganz schön nass zu! Es wäre nicht verwunderlich, wenn in all diesem Trubel auch noch die Feuerwehr anrücken müsste.
Museumskater Karle freut sich auf viele Kinder
Und der Museumskater Karle, der die Kinder immer wieder zu verschiedensten überlieferten Aktivitäten ins Bauernhaus eingeladen hat, freut sich auch dieses Mal ganz besonders auf viele Kinder. Sie dürfen fast überall mitmachen wie beim Butter machen, Spanvögelchen und Schmetterlinge basteln, Korb flechten, Stockbrot backen und noch mehr. Zur Unterhaltung wartet auch ein Tischtheater auf die Kleinen.
Und weil der Tag lang ist, wird am gesamten Nachmittag natürlich auch eine Bewirtung von salzigen Speisen und Getränken sowie Kaffee und Kuchen angeboten! So kann man beieinandersitzen und a bissle schwätza. Der Museumstag soll damit wieder einmal einen Beitrag zur Stiftung und Pflege von Gemeinschaft leisten – auch das ist eines der Ziele des Heimatvereins.
Für alle Interessierten sagt der Heimatverein heute schon ein herzliches „Grüß Gott“ in Winterbach im Dorf- und Heimatmuseum, Im Herdfeld 5!

